Toshiba hat eine Datenbrille für professionelle und industrielle Anwendungsszenarien vorgestellt. Das Besondere am Gerät: Es läuft auf Basis von Windows 10. Für die nötige Rechenleistung sorgt ein Taschencomputer.

Das Gerät, das mit dem Datenbrillenhersteller Vuzix zusammen entwickelt wurde, heißt AR100. Richtige Augmented-Reality-Funktionen sucht man indes vergeblich: Die Datenbrille hat ein GPS, einen Lichtsensor, einen Kompass, ein Gyroskop und einen Beschleunigungssensor verbaut, jedoch keine Tiefenkameras, die die Umgebung dreidimensional erfassen, sodass digitale Elemente glaubhaft in der Realität verankert werden können.

Stattdessen blendet das Gerät einen Windows Desktop im Sichtfeld des Nutzers ein. Die Größe des Displays entspricht einem Bildschirm mit einer Diagonale von zehn Zentimetern, der einen halben Meter vom Nutzer entfernt ist. Die Auflösung beträgt 640 mal 360 Bildpunkte. Die Elektronik kann je nach Anwendungsgebiet mit Sicherheitsbrillen oder Schutzhelmen kombiniert werden und auf der rechten oder linken Seite getragen werden, je nachdem, welches Auge man vorzieht.

Die Datenbrille kommt außerdem mit einem integrierten Touchpad, einer Fünf-Megapixel-Kamera, einem Lautsprecher und zwei Mikrofonen, die Rauschunterdrückung unterstützen. Das Gewicht beträgt 47 Gramm. Die vollständigen Spezifikationen stehen hier.

Taschencomputer als Windows-Rechner nutzen

Für die nötige Rechenleistung sorgt ein Taschencomputer, der ebenfalls von Toshiba hergestellt wird und seit August 2017 erhältlich ist. Die Maße des Geräts betragen 165 x 85 x 20 Millimeter. Somit dürfte der mobile Rechner nur in recht große Hosentaschen passen.

In dem Mini-PC verbaut ist ein Intel Core M der sechsten Generation, bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Onboard-Grafikkarte. Der SSD-Speicher kann mit einer MicroSD-Karte erweitert werden. Das Gewicht beträgt 310 Gramm. Praktisch: Der Mini-PC kann von Servicetechnikern nach Verrichtung des Außendiensts an einen Monitor angeschlossen werden und  wie ein herkömmlicher Windows-Rechner genutzt werden. Eine Liste aller technischen Eigenschaften des Mini-PCs steht hier.

Obwohl der Taschencomputer über fünf Tasten verfügt, soll die Datenbrille vornehmlich per Touchpad und über Sprachbefehle gesteuert werden. Nutzer können unter anderem PDFs und Dokumente öffnen, Fotos aufnehmen und an Mitarbeiter verschicken und Skype-Videotelefonie nutzen. Toshiba verspricht Kunden mehr Mobilität, Produktivität und Sicherheit und nennt als Anwendungsszenarien Maschinenwartung, Logistik, Herstellung von Waren, Inspektionen und Ausbildungsprogramme.

Die Datenbrille erscheint im zweiten Quartal zusammen mit dem Mini-PC zu einem Startpreis von 1.900 US-Dollar.

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| Featured Image: Toshiba | Source: Toshiba / The Verge / Engadget

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