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HTC Vive: Das Wireless-Modul TPCast erhält Zulassung von der FCC

von Tomislav Bezmalinovic8. August 2017

Update vom 8. August 2017:

Die US-amerikanische Zulassungsstelle für Kommunikationsgeräte FCC hat TPCast geprüft und für den Verkauf freigegeben. Damit dürfte einem Erscheinen des Wireless-Moduls nichts mehr im Wege stehen.

Wann das Gerät genau in Europa erhältlich und wie viel es kosten wird, ist immer noch unklar. Laut dem CEO des Unternehmens (siehe Artikel unten) soll TPCast spätestens im dritten Quartal 2017 in den USA auf den Markt kommen.

Ursprünglicher Artikel vom 21. Juni 2017: TPCast: Unterstützung weiterer VR-Brillen für Ende 2017 geplant

Im dritten Quartal 2017 erscheint im Westen das erste Drahtlosmodul für VR-Brillen. In einem Interview spricht der CEO von TPCast Michael Liu über die Vorzüge von WirelessHD, die Unterstützung anderer VR-Brillen als HTC Vive und die Zukunft der Technologie.

Eigentlich hätte TPCast bereits im zweiten Quartal 2017 im Westen erscheinen müssen. Den Launch verzögert hat die FCC, die US-amerikanische Zulassungsstelle für Kommunikationsgeräte, die immer noch kein grünes Licht für das Produkt gegeben hat. Laut Michael Liu steht das Gerät aber kurz vor der Freigabe. “Es wird ganz sicher im dritten Quartal 2017 erscheinen”, verspricht Liu gegenüber VRCircle.

Der finale Preis steht noch nicht fest, bislang war von 249 US-Dollar die Rede. Liu verspricht, dass man das Gerät bei “großen Online-Händlern” bestellen können wird. Ob der Zeitraum für den Marktstart auch für Europa gilt, ist unklar.

Spätestens Anfang 2018 wird TPCast Konkurrenz bekommen: Intel und HTC möchten bis dann eine eigene Wireless-Lösung auf der Basis von WiGig auf den Markt bringen. Liu hält die eigene Technologie für überlegen: “TPCast setzt auf WirelessHD, das optimiert ist für die Übertragung von Video und Audio, während WiGig alle Arten von Daten in einem Wi-Fi-Netzwerk überträgt.”

Für WiGig müsse man eine zusätzliche Karte im PC verbauen, TPCast sei hingegen eine Plug-and-Play-Lösung. Bisherige Berichte lassen allerdings auf das Gegenteil schließen.

Unterstützung für weitere VR-Brillen ist geplant

Chinesische Kunden werden seit März 2017 beliefert. Viele von ihnen betreiben VR-Spielhallen, wo die Geräte unter extremen Bedingungen genutzt werden, sagt Liu. TPCast habe auf die Rückmeldungen der Betreiber reagiert, Probleme behoben und das Produkt auf diese Weise wesentlich verbessert.

Das Gerät wird standardmäßig mit der XL-Batterie ausgeliefert werden, sagt Liu. Nach dem Marktstart der Endkundenversion werde einige Monate später eine Business Edition erscheinen, mit der man mehrere Geräte gleichzeitig betreiben kann.

Derzeit arbeite das Unternehmen daran, die Erfahrung mit HTC Vive zu optimieren. Danach wolle man sich anderen VR-Brillen zuwenden. “Später in diesem Jahr werden wir so weit sein, andere VR-Brillen zu unterstützen. Eine Ankündigung folgt demnächst”, verspricht der CEO.

TPCast arbeite zudem an der Unterstützung von VR-Brillen mit einer Displayauflösung von 3K und 4K. Hierbei werde es sich um ein vollkommen neues Produkt handeln. Eine Ankündigung folgt laut Liu später in diesem Jahr.

| Featured Image: TPCast | Source: VRCircle

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