Tpcast ist das erste Unternehmen, das eine ausgereifte Lösung für drahtlose Highend-VR auf den Markt gebracht hat. Um sich gegen kommende Konkurrenz zu behaupten, plant das Startup weit in die Zukunft und kündigt mit “Tpcast 2.0” die nächste Generation seiner Technologie vor.

Im Vorfeld der CES stellte das Unternehmen Tpcast Plus vor, eine neue Version des Drahtlosadapters für HTC Vive und Oculus Rift. Das Gerät bietet eine neue Kopfplatte mit Batterie und Ladestation, zudem wurde der Router gegen einen USB-Dongle ausgetauscht. Das Mikrofonsignal wird mit Tpcast nun ebenfalls übertragen. An der Übertragungskapazität hat sich hingegen nichts getan.

Tpcast 2.0 soll das ändern. Den Kern der neuen Technologie bildet ein verbesserter Codec, der eine besonders hohe Kompression und eine noch niedrigere Latenz ermöglicht, ohne dass die Bildqualität leidet. Das Unternehmen spricht von einer Kompressionsrate von 50:1. Die Latenz konnte auf eine Millisekunde verringert werden. TPCast 2.0 sei außerdem skalierbar und könne VR-Brillen mit einer Auflösung von bis zu 8K versorgen.

Cloudrendering soll Wireless-VR über weite Distanzen erlauben

Ebenfalls neu ist eine Technologie für VR-Cloudrendering, die in Kombination mit Tpcast 2.0 drahtlose Highend-VR auf höhere Distanzen als bisher erlaubt. Tpcast spricht von einer Datenübertragung auf kurze, mittlere und weite Distanzen.

Im ersten Fall werde Tpcast WiGig oder den neuen Wi-Fi-Standard 802.ay nutzen, der 20-40 Gigabit pro Sekunde über eine Distanz von bis zu 500 Meter übertragen kann. Unterstützt werden HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality. Für mittlere Distanzen möchte das Unternehmen den erst für 2019 geplanten Wifi-Standard 802.11ax einsetzen.

Für besonders weite Distanzen arbeitet Tpcast an einer Lösung, die sich 5G zunutze macht. Huawei wurde im November als Partner genannt. TPCast soll die Software beisteuern, Huawei die 5G-Netzwerktechnologie.

| Featured Image and Source: Tpcast

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