Die Streaming-Software Vreal ist jetzt für alle Interessierten kostenlos im Early Access bei Steam verfügbar. Vreal wird von der gleichnamigen Firma seit 2015 entwickelt und als VR-Twitch gehandelt.

Die aktuelle Version von Vreal erlaubt es derzeit nur ausgewählten Streamern, Spielszenen aufzuzeichnen und anschließend an Zuschauer zu verteilen. Vreal unterstützt neben normalen 2D-Aufnahmen auch VR-Aufnahmen. Diese können nach der Aufnahme über Vreal ausgewählt und abgespielt werden.

Die Besonderheit dabei: Als Zuschauer betretet ihr die VR-Spielszenen mit einem eigenen Avatar und könnt euch in der Spielewelt frei bewegen. Den Spieler und seine Aktionen könnt ihr aus allen Perspektiven beobachten und die Wiedergabe jederzeit stoppen. Das fühlt sich so an, als würde man neben dem Streamer im Spiel stehen.

VR-Streaming: Klingt einfach, ist aber kompliziert

Die Vreal-Software protokolliert sämtliche Aufrufe an die Engine des Streamers. Basierend auf diesen Daten wird das Bild aus dem Blickwinkel des Zuschauers in Echtzeit neu gerendert. Dafür benötigt Vreal Zugriff auf die Spielgrafiken.

Daher ist die Auswahl an kompatiblen Titeln noch begrenzt:  Tilt Brush, Arizona Sunshine, GORN, SUPERHOT und Surgeon Simulator werden momentan unterstützt.

“Es klingt einfach, aber es hat ein paar Jahre Entwicklung gebraucht, um alles zusammenzubringen”, sagt Vreal-Gründer Todd Hooper.

Vreal setzt auf Spiele mit Unity- und der Unreal-Engine. Eine Unterstützung von 2D-Spielen ist denkbar, aktuell jedoch nicht geplant.

Interessierte Streamer müssen sich momentan noch an Vreal wenden, um das Programm für ihre Aufnahmen nutzen zu können. Bald soll es jedoch für jeden möglich sein, Aufnahmen zu erstellen.

Live-Streaming unterstützt Vreal im jetzigen Zustand noch nicht. Diese Funktion wird im Laufe des Early Access nachgeliefert. Sehenswert ist Vreal dennoch: Die Technik funktioniert bereits erstaunlich gut und vermittelt einen Eindruck, wie die Zukunft des VR-Streamings aussehen könnte. Den Download gibt es kostenlos bei Steam.

Das Studio hinter Vreal erhielt im Februar 2018 zwölf Millionen US-Dollar für die Fortentwicklung der Plattform. Im Aufsichtsrat sitzt unter anderem Valves früherer VR-Evangelist Chet Faliszek, der maßgeblich an der Entwicklung der VR-Brille HTC Vive beteiligt war.


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