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Umfrage: So sieht die Virtual-Reality-Industrie ihre Chancen auf Erfolg

von Tomislav Bezmalinovic18. September 2016

UploadVR hat in Kooperation mit der amerikanischen Anwaltskanzlei Perkins Coie eine neue Umfrage durchgeführt. Mit der wollte man nicht herausfinden, was Endkunden über Virtual Reality und Augmented Reality denken, sondern wie die junge Industrie selbst ihre Chancen auf Erfolg einschätzt. An der Umfrage teilgenommen haben über 650 Personen, darunter Unternehmer, Berater, Investoren und Manager von Technologiefirmen.

Ein Großteil der Befragten glaubt, dass die Industrie sich bei der Forschung und Softwareentwicklung in den nächsten zwölf Monaten darauf konzentrieren wird, den Unterhaltungssektor zu bedienen. Darunter fällt Gaming (78 %), Film und Fernsehen (40 %) und die Übertragung von Live-Events (34 %). Der Bildungs- (30 %), Gesundheits- (24 %) und Immobiliensektor (18 %) sind vorerst nachrangig.

Die Entwicklung herausragender Software als größte Herausforderung

Bei der Frage, was die VR-Industrie noch vom Mainstream-Erfolg abhält, nannten die Teilnehmer primär die Nutzererfahrung (38 %) und die hohen Kosten (32 %) von High-End-VR. Bei der sozialen Akzeptanz (12 %) und der Exklusivität von Inhalten (9 %) sahen hingegen die wenigsten Umfrageteilnehmer ein Problem. Offenbar ist sich die Industrie bewusst, dass die Technologie noch ausgereifter, nutzerfreundlicher und erschwinglicher werden muss, bevor sie für den Normalverbraucher interessant wird. Ähnliche Antworten wurden im Hinblick auf die AR-Industrie gegeben.

Worin sieht die AR- und VR-Industrie die größte Herausforderung? 37 % der Befragten meinen, dass die Entwicklung herausragender Inhalte und nicht etwa die Skepsis seitens der Endkunden und Unternehmen (23 %) oder die Limitierungen der Technologie (20 %) die größte Hürde darstellt. Somit hat sich in der Industrie zu einem guten Teil die Einsicht durchgesetzt, dass es jetzt vor allem hochwertiger Inhalte und Anwendungen bedarf, um dem Medium zum Durchbruch zu verhelfen.

Der Fokus liegt auf mobilen VR-Lösungen

Fast alle Befragten (89 %) sind der Überzeugung, dass sich die VR-Industrie und die Hersteller von Smartphones in den nächsten zwei Jahren darauf konzentrieren werden, an mobilen VR-Lösungen zu arbeiten. Dieses Ergebnis ist insofern konsistent, da ein Großteil der Umfrageteilnehmer glaubt, dass die Nutzererfahrung (also das Tragen wuchtiger, kabelgebundener Hardware) und die hohen Kosten von stationärem High-End-VR die Industrie zurückhält.

Wenig überraschend gaben dann rund zwei Drittel der Befragten an, dass der Umsatz des AR-Marktes denjenigen von VR dereinst überflügeln soll. 46 % meinten allerdings, dass es noch mehr als fünf Jahre dauern wird, bis es soweit ist. 36 % nehmen an, dass es schon in drei bis fünf Jahren soweit sein könnte.

Diese und weitere Umfrageergebnisse und Analysen können der vollständigen Auswertung entnommen werden.

| Featured Image: Perkins Coie / UploadVR