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Unity: Virtual-Reality-Editor ist ab sofort verfügbar

von Matthias Bastian14. Dezember 2016

Update vom 14. Dezember 2016:

Bei Twitter gibt Unitys Chefdesigner Timoni West bekannt, dass der im Februar angekündigte VR-Editor (siehe ursprüngliche Meldung) ab dem 15. Dezember verfügbar ist. Im ersten Release sind sämtliche Werkzeuge enthalten, die in den vergangenen Monaten bei diversen Demonstrationen vorgeführt wurden. Entwickler und Designer sollen in “Editor VR” auf einfache und intuitive Art räumliche Inhalte für Virtual Reality und für herkömmliche Monitore entwerfen können.

Für Laien, die in die Entwicklung einsteigen möchten, bietet Unity das Autorenwerkzeug “Carte Blanche” an, das an eine stark vereinfachte Version des VR-Editors erinnert. Unity bezeichnet die Software als “Schwesterprojekt” zum VR-Editor. Mehr Informationen und ein Konzeptvideo gibt es hier.

Unitys Geschäftsführer John Riccitiello ist felsenfest davon überzeugt, dass VR eine große Nummer wird. Sein Unternehmen dominiert mit der hauseigenen Engine den Markt für VR- und AR-Entwicklung.

Die Unity-Engine würde von Entwicklern derzeit so stark nachgefragt, wie er es zuvor noch nicht erlebt hätte. “Ich bin fest davon überzeugt, dass VR und AR viel größer werden als die Spielebranche, da es nicht nur um Games geht, sondern um viele andere Bereiche”, sagt Riccitiello gegenüber Bloomberg.

Editor VR ist sowohl mit HTC Vive als auch Oculus Rift samt Oculus Touch kompatibel. Eine aktuelle Demonstration gibt es im Video unten zu sehen.

Ursprüngliche Meldung vom 11. Februar 2016: Unity: Apps und Spiele direkt in Virtual Reality designen

Vor einigen Tagen präsentierte Epic Games einen VR-Editor für die Unreal Engine. Jetzt zieht Wettbewerber Unity nach.

Auf dem “Vision VR/AR Summit” präsentiert Unitys Chef-Designerin Timoni West den neuen Scene-Editor für die Unity-Engine, der es Designern und VR-Entwicklern erlaubt, direkt in der virtuellen Realität zu arbeiten. Präsentiert wurde die neue Entwicklungsumgebung mit Oculus Rift und den 3D-Controllern Touch.

Kurz zuvor präsentierte Epic Games einen VR-Editor für die Unreal Engine mit HTC Vive; dank dem erweiterten Trackingsystem der VR-Brille können Entwickler hier nicht nur digitale Objekte direkt in VR manipulieren, sondern auch durch die 3D-Umgebung laufen. Das gleiche Erlebnis sollte aber auch mit dem Unity VR-Editor möglich sein, denn die Engine unterstützt ebenfalls die HTC-Brille.

Großartige Rückschlüsse lässt die kurze Demo noch nicht zu, die gezeigten Interaktionen sind noch bewusst einfach gehalten. Komplexe Programmier- und Designarbeiten finden noch im klassischen 2D-Interface statt.

Ebenso wie bei der Demo des VR-Editors für die Unreal Engine bleiben daher noch viele Fragen offen. Wie komfortabel ist die Arbeit mit der VR-Brille auf dem Kopf? Wie zeitintensiv ist die Nutzung des VR-Editors im Vergleich zur klassischen Entwicklungsumgebung? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Kollegen? Und wie stark leidet die Bedienbarkeit? Die 3D-Controller von Vive und Rift sind zwar ausgereifte Produkte, aber nur für Spiele und Entertainment ausgelegt, nicht für komplexe Editoren.

Die VR-Baukästen sind auf den ersten Blick revolutionär, brauchen aber sicherlich noch zahlreiche Iterationen, um eine wirkliche Alternative zu den ausgereiften 2D-Interfaces zu werden. “Wir möchten neu überlegen, was die beste Art ist, in VR zu arbeiten”, sagt Unitys Timoni West: “Wir fangen damit gerade erst an.” Erscheinen soll der Unity VR-Editor noch vor Ende des Jahres, neue Features werden kontinuierlich hinzugefügt.

Design und Kreation in Virtual Reality für jedermann

Sylvio Drouin, Vizepräsident der Unity Labs, beschäftigt sich speziell mit dem Thema Storytelling in virtuellen Medien. Er glaubt, dass VR-Editoren eine Schlüsseltechnologie sein könnten, um Autorenwerkzeuge einfacher und zugänglicher zu gestalten. “Alle Arten von Geschichtenerzählern sind von Virtual Reality begeistert, sowohl Künstler als auch Spieleentwickler. Wir möchten ihnen die Kreation so einfach wie möglich machen”, sagt Drouin zum US-Online-Magazin UploadVR.

Mittlerweile gibt es eine ganze Auswahl an VR-Software, die Kreation im virtuellen Raum möglich macht. Neben den VR-Editoren von Unity und Epic Games gibt es noch „Quill“, eine VR-Umgebung für Design, die von den Oculus-Story-Studios eigens für den kommenden Virtual-Reality-Kurzfilm “Dear Angelica” entwickelt wurde.

Endverbraucher können sich auf „Tiltbrush“ für HTC Vive freuen, eine Art 3D-Version von MS Paint für die virtuelle Welt. Das Entwicklerstudio hinter “Tilt Brush” gehört mittlerweile zu Google, erscheinen soll die App im April, pünktlich zum Launch der VR-Brille.

Oculus VR bietet mit “Medium” eine vergleichbare Software für Oculus Rift, die aber nicht allein auf das Zeichnen, sondern eher auf das Formen und Entwerfen von 3D-Objekten in VR ausgelegt ist. Oculus-Rift-Erfinder Palmer Luckey bezeichnet das VR-Programm auch als “virtuelle Knetmasse”.”Medium” soll zusammen mit den Touch-Controllern Ende 2016 auf den Markt kommen.

| FEATURED IMAGE: Unity / VRScout (Screenshot bei YouTube)

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