Das US-Militär forscht an einer Technologie, die Spezialeinheiten helfen soll, Minen und Bomben per AR-Brille zu erkennen.

Die US-Armee beschäftigt Spezialisten, die ehemalige Kriegsgebiete nach explosiven Überresten absuchen und diese kontrolliert sprengen oder entschärfen. Dabei scannen den Boden Quadratmeter für Quadratmeter mit Robotern oder speziellen Sensoren, die Geräusche von sich geben, wenn ein verdächtiges Objekt identifiziert wurde. Diese verlangt den Minen- und Bombenräumern viel Geduld ab. Lassen sie zu wenig Vorsicht walten, kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen.

Um den Spezialeinheiten die Arbeit zu erleichtern, forscht das US-Militär an einer Technologie, die die gefährlichen Objekte beim Scanningprozess mittels Farben sichtbar macht und diese Information auf einem Tablet mit AR-Funktionalität oder dem Display einer AR-Brille zeigt, sodass die Spezialisten nicht nur hören, sondern genau erkennen können, wo sich der explosive Gegenstand befindet.

Leuchtende Gefahr

Ein Youtube-Video zeigt, wie ein Minenaufspürgerät über den Boden bewegt wird, der Untergrund mittels neuer Sensoren scannt und diesen digital einfärbt. Je heller die Farbe, desto auffälliger ist der Bereich, den das Gerät unter der Erde ausmacht. Mittels Radartechnologie kann selbst die Form des Objekts identifiziert werden. So können Spezialisten vorab einschätzen, ob es sich um ein gefährliches Objekt handelt.

Sobald der Boden vollständig abgescannt ist, werden die Geo-Daten in eine virtuelle Karte aufgenommen und in ein US-Militärnetzwerk hochgeladen. Von dort aus steht sie den Minenräumern zur Verfügung. Nähern sie sich dem Gebiet, zeigen die Informationen das gefährliche Gebiet auf dem Display einer AR-Brille an.

Die Technologie ist in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Erste Rückmeldungen seien jedoch positiv. Laut den Forschern soll die Technologie neben dem Außendienst auch bei der Ausbildung der Spezialeinheiten zum Einsatz kommen. So sollen die angehenden Minen- und Bombenräumer unter anderem lernen, wie sie beim Scannen einer Umgebung vorgehen müssen.

| Featured Image: Military Times (Screenshot) | Source: VRScout

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