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US-Startup führt Motion Tracking mittels Akustik vor

von Tomislav Bezmalinovic13. März 2017

Auf der SXSW zeigt das texanische Startup Hauoli eine Software, die Lautsprecher für das Tracking von Bewegungen zweckentfremden kann, indem sie diese in audiobasierte Basisstationen verwandelt.

HTC Vive, Oculus Rift und Playstation VR liegen unterschiedliche Trackingsysteme zugrunde, doch eines ist allen gemeinsam: Für die Erfassung von Bewegungen nutzen alle eine Form von Licht. Das US-Blog Engadget berichtet nun von einer Technologie, die Bewegungen mit Hilfe von Tönen erfassen kann.

Diese sei rein softwarebasiert und soll mit jedem Lautsprecher funktionieren. Was der Lautsprecher von sich gibt, sei kaum zu hören, das Mikrofon habe allerdings ein Brummen und ein Knacken registrieren können, heißt es in dem Artikel. Laut Hauoli sollen Umgebungsgeräusche das System nicht beeinträchtigen.

Einzelheiten zur Funktionsweise der Technologie verrät der Artikel nicht. In einem Youtube-Video ist ein Samsung Galaxy 7 zu sehen, auf dem Hauolis Software installiert wurde. Den Beschreibungen kann man entnehmen, dass das Smartphone sich per Bluetooth mit einem Lautsprecher verbindet und über diesen Töne aussendet.

Diese Signale werden dann vom Smartphone erfasst und in Bewegungsdaten umgerechnet. Vom Prinzip her handelt sich um ein Inside-Out-Tracking, wie es auch HTC Vive einsetzt. Nur dass hier Töne, statt Laserlicht eingesetzt wird.

Noch nicht für Virtual Reality geeignet

In dem Video ist zu sehen, dass das Smartphone die Entfernung zum Lautsprecher genau messen kann. Eine andere Demo zeigt, wie ein Mitarbeiter mit dem Smartphone in der Luft eine Dreiecksfigur beschreibt, die danach als Zeichnung auf dem Display erscheint. In der dritten Demo sieht man, wie das Gerät als Bewegungscontroller eingesetzt wird. Hierbei kommt eine 2D-Version von Fruit Ninja zum Einsatz.

Heißt das jetzt, dass man in Zukunft auf Basisstationen oder externe Sensoren verzichten kann und stattdessen nur seine Soundanlage anschalten muss? Wohl kaum. Dem Videomaterial zufolge erfasst das System nur Bewegung auf einer zweidimensionalen Achse, eignet sich also nur bedingt für Virtual Reality.

Ein weiteres Problem ist die relative hohe Latenz. Laut Lili Qiu soll das an Bluetooth liegen. Die Gründerin von Hauoli hat die Technologie an der University of Texas entwickelt. Die Software befinde sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, sie hätte allerdings schon einen Patentantrag eingereicht.

| Featured Image: Engadget (Video-Screenshot)| Source: Engadget

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