Update: Korrektur

Laut einer Richtigstellung von Emagin tauchten die Namen von Valve, LG und Apple nur im Dokument auf, da man bei Industrieveranstaltungen miteinander gesprochen habe. Ein Investment zumindest seitens Apple werde nicht stattfinden.

Ursprünglicher Artikel:

Vielleicht stecken in der nächsten Generation VR-Brillen OLED-Microdisplays des Herstellers Emagin. Investitionen von Valve, LG und Apple deuten das an.

Für die CES 2018 kündigte der Displayhersteller Emagin an, die eigene Micro-Screen-Technologie möglichen Kunden schmackhaft machen zu wollen. Dieses Unterfangen war offenbar erfolgreich: Investoren kaufen Aktien des Unternehmens im Wert von zehn Millionen US-Dollar.

In einem Dokument über die Transaktion werden explizit Valve, Apple und LG als Käufer genannt. Valve und LG gaben bereits im Frühjahr 2017 die gemeinsame Entwicklung einer Next-Gen-Brille für Steam VR bekannt. Kurz zuvor kündigte Valve-Chef Gabe Newell speziell für Virtual Reality optimierte Displays für 2018 an. Neue VR-Technologie bringt Valve voraussichtlich Ende 2018 auf den Markt, in Form neuer Controller und eines verbesserten Trackingsystems.

Apple zeigte bislang keine Ambitionen für den Bau einer VR-Brille, womöglich eignen sich die Micro-OLEDs jedoch auch für eine Datenbrille – die wiederum könnte laut Insider-Berichten schon 2019 erscheinen.

VR-Micro-OLED auf dem Weg zur Massenfertigung?

Valve, Apple, LG und womöglich AMD könnten Emagin bei der Massenfertigung der VR-optimierten Micro-OLED-Displays helfen. Dass eine Massenproduktion geplant ist, kündigte Emagin im Rahmen der CES 2018 an.

Dort zeigte das Unternehmen hinter verschlossenen Türen ein OLED-Microdisplay mit einer Auflösung von 2048 mal 2048 Bildpunkten, das den störenden Fliegengittereffekt endgültig beseitigen soll.

Die Größe des Displays und die Pixeldichte nennt Emagin nicht, spricht aber von einem sehr hohen Pixelfüllfaktor. Die Helligkeit soll laut Angaben auf der offiziellen Webseite bei 500 cd/m2 liegen. Ab Mitte des Jahres sollen die Screens in größeren Stückmengen verfügbar sein.

Neben Emagin arbeiten Kopin, Samsung und das Gemeinschaftsunternehmen Japan Display an VR-optimierten Screens mit sehr hoher Pixeldichte.

Kopin installierte die eigenen Micro-OLEDs sogar schon in einer prototypischen VR-Brille. Allerdings leidet die Immersion trotz hoher Auflösung unter einem noch viel zu engen Sichtfeld, das wiederum der kleineren Displaygröße geschuldet ist.

| Via: Road to VR | Featured Image: Emagin (via Webseite)

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