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Valve will Trackingsystem von HTC Vive selbst verkaufen *Update: Bild der neuen Basisstation*

von Matthias Bastian22. Februar 2017

Update: Erstes Bild der neuen Lighthouse-Stationen

Bei Reddit ist ein erstes Bild der überarbeiteten Lighthouse-Basisstation aufgetaucht. Da es sich noch um ein prototypisches Entwicklungsmodell handelt, dürfte sich der Formfaktor bis zum Marktstart noch einmal verändern.

Unabhängig davon erkennt man einen deutlichen Unterschied bei den Dimensionen. Das neue Modell benötigt nur noch einen rotierenden Motor und ist daher wesentlich schlanker und leiser. Trotz der Einsparung verspricht Valve, dass das Gerät präziser und mit weiterem Winkel Bewegungen erkennt.

Anstatt wie bisher das Laserlicht waagerecht und senkrecht in den Raum zu werfen, sendet die neue Basisstation das Trackingsignal in einer V-Form aus. So können zwei Koordinaten auf einmal erfasst werden.

Valves VR-Guru Chet Faliszek bestätigte bei Twitter, dass die neuen Basisstationen abwärtskompatibel mit HTC Vive sein werden.

Die neue Basisstation soll in den kommenden Monaten erscheinen. Bild: Jaroki / Reddit

Die neue Basisstation soll in den kommenden Monaten erscheinen. Bild: Jaroki / Reddit

Ursprünglicher Artikel vom 22. Februar 2017: Valve will Trackingsystem Lighthouse in Zukunft selbst verkaufen

Mit dem Trackingsystem Lighthouse hat Valve weit mehr erschaffen als eine Bewegungserkennung für die VR-Brille HTC Vive. Das System könnte sich in vielen Bereichen als neuer Standard für Motion-Tracking-Technologie etablieren.

Dieser Tatsache scheint sich Valve zunehmend bewusst zu werden und möchte die Hardware in Zukunft unabhängig von HTC Vive vermarkten und verkaufen. Überarbeitete Basisstationen, die kleiner, leichter und günstiger sind als die Geräte, die mit HTC Vive ausgeliefert werden, sollen im Laufe des Jahres auf den Markt kommen.

Gleichsam wird die Einstiegshürde für kommerzielle Anbieter gesenkt, Zubehör für Lighthouse zu produzieren. Der Grundlagenkurs für 3.000 US-Dollar, den Lizenznehmer bislang vor Ort in Seattle durchlaufen mussten, ist keine Voraussetzung mehr, um für die Herstellung von Lighthouse-Produkten zugelassen zu werden.

Stattdessen können die Lerninhalte in englischer und chinesischer Sprache kostenlos im Netz heruntergeladen werden. Wer dennoch lieber einen Kurs vor Ort besuchen und persönlich ausgebildet werden möchte, hat weiterhin die Gelegenheit dazu. Mehr Informationen gibt es hier.

Lighthouse als günstige Alternative zu teuren Motion-Tracking-Systemen

Für Industrien außerhalb von VR und Games ist Lighthouse interessant, da die Bewegungserfassung ähnlich präzise arbeitet wie teure Motion-Tracking-Systeme, aber für deutlich weniger Geld zu haben und schneller einzurichten ist.

Entwickler zeigten kürzlich, wie man Lighthouse in Kombination mit zusätzlichen Sensoren nutzen kann, um sämtliche Körperbewegungen einer Person auf den Millimeter genau und ohne Verzögerung zu erfassen und auf den Rechner zu übertragen. Das ist beispielsweise für Film- und Spielestudios interessant, um Charaktere lebensecht zu animieren.

Bei einer Frage-Antwort-Runde bei Reddit verriet Lighthouse-Entwickler Joe Ludwig Mitte Januar, dass über 500 Unternehmen an Hardware und Zubehör auf Basis von Lighthouse arbeiten. Darunter sollen auch Hersteller von VR-Brillen sein. Unter anderem dürfte HTCs kommende mobile VR-Brille Valves Trackingverfahren unterstützen.

Neben Lizenznehmern aus der Gamesbranche beschäftigen sich die Automobil- und Spielzeugindustrie mit dem Trackingverfahren. Viele auf Lighthouse basierte Produkte sollen in diesem Jahr erscheinen.

| Source: Road to VR | Featured Image: Valve

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