Der US-Mobilfunkbetreiber Verizon setzt VR-Training ein, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine Extremsituation am Arbeitsplatz vorzubereiten, die nicht alltäglich ist: einen Raubüberfall.

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Du stehst hinter dem Tresen. Plötzlich stürmt ein vermummter Mann in den Laden, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Er zieht eine Pistole und richtet sie auf dich, dabei schreit er laut und schnell Befehle. Ladenbesucher fürchten sich und gehen in die Knie.

Wie reagierst du? Schwer zu sagen, oder? Dann ist es vielleicht praktisch, diese Extremsituation zuvor einige Male in VR erlebt zu haben.

Genau das ist der Plan des US-Mobilfunkbetreibers Verizon: In über 1.600 Läden in den USA verkauft der Konzern teure Smartphone-Technologie. Rund 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Läden sollen 2019 mit der VR-Brille auf Raubüberfälle vorbereitet werden.

Ziel des Trainings: Im Falle eines Angriffs sollen sie überlegter handeln, Kurzschlussreaktionen vermeiden und sich selbst statt des Inventars schützen.

Trainiert wird mit interaktiven 360-Grad-Videos, die dem Brillenträger an ausgewählten Stellen Entscheidungsmöglichkeiten lassen. Simuliert wird ein bewaffneter Raubüberfall bei Ladenschluss, bei Ladenöffnung und ein gewalttätiger Diebstahl während der Öffnungszeiten.

Durchgeführt wird das VR-Training von StriVR Labs, einem in den USA bekannten Anbieter. Im Oktober sammelte das Startup 16 Millionen US-Dollar von Investoren ein.

Kunden sind unter anderem UPS, Walmart und die Fußball-Nationalmannschaft. Mitgründer von StriVR ist Stanfords VR-Forscher Jeremy Bailenson.

Quelle: StriVR / CBS News

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