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Virtual Reality: 360°-Kamera Vuze filmt in 3D und 4K, erscheint am 7. März

von Matthias Bastian4. Januar 2017
Tech Facts / Datenblatt
Preis

799 US-Dollar

Release

7. März 2017

Größe und Gewicht

12x12x3 cm
250 Gramm

Auflösung

4K

Bilder pro Sekunde (fps)

30 FPS

Steuerung

Einknopfsteuerung am Gerät
über Smartphone-App (iOS/Android)

Sound

Unterstützt 3D-Audio via Software
Vier integrierte MEMS 48 Hz Mikrofone
16bit PCM Audio
AAC Audio

Anschlüsse

USB 2.0
SD-Card
Wi-fi IEEE 802.11b/g/n 2.4 GHZ

Video Format

H.264
120 Mbps VBR

Optik und Linsen

8 Full-HD Linsen
mit je 180 x 120 FOV
FOV Spherical 360 x 180

Features

Schnitt-, Stitching- und 3D-Audio-Software wird mitgeliefert
kommt mit Smartphone VR-Brille und
Ministativ

Update vom 4. Januar 2017:

Im Vorfeld der CES 2017 gibt HumanEyes Technologies das Veröffentlichungsdatum für Vuze bekannt: Am 7. März 2017 erscheint die flache Minikamera zu einem Preis von 799 US-Dollar.

Klares Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, dass man trotz kleinem Formfaktor und verhältnismäßig günstigem Preis mit stereoskopischem 3D-Effekt filmen und fotografieren kann. Der 3D-Effekt mag auf der herkömmlichen Kinoleinwand nur ein nettes Gimmick sein, für die VR-Brille sind die stereoskopischen Bilder jedoch ein wichtiges Feature. Sie täuschen die räumliche Tiefe vor, die unser Gehirn benötigt, damit sich ein Präsenzgefühl einstellen kann.

Ich hatte auf der Photokina die Gelegenheit, Bildmaterial der Vuze-Kamera anzusehen. Der Ersteindruck war gut: Die Bilder waren – im Rahmen dessen, was derzeit mit VR-Brillen möglich ist – recht scharf und der Tiefeneffekt konnte überzeugen. Allerdings dient das Demomaterial nur bedingt als Grundlage, um die Leistung der Kamera zu beurteilen. Die wird sich erst im Alltag beweisen müssen.

Gute 360-Videos profitieren nicht nur von räumlich wirkenden 3D-Aufnahmen, sondern auch von gutem Rundum-Klang. Dafür kooperiert HumanEyes Technologies mit Visisonics und stellt die Software “RealSpace 360 Cinema” zur Verfügung, ergänzend zum eigenen Stitching- und Schnittprogramm Vuze Studio. Die Audiosoftware soll die Aufnahmen der internen Vuze-Mikrofone in Ambisonics-Klangfelder umwandeln, mit denen man Geräuschquellen punktgenau verorten können soll.

Für 2017 verspricht Vuze weitere Ankündigungen und Kooperationen. Ziel sei es, die Produktion von hochwertigen 3D-360-Inhalten zu demokratisieren. “Der Einfluss von nutzergenerierten Inhalten wird den Verkauf von VR-Brillen für die gesamte Industrie beschleunigen”, sagt Jim Malcolm, Manager bei Humaneyes Technologies.

Vorbestellungen werden über die offizielle Webseite entgegengenommen. Reichlich Testmaterial in 3D und 4K kann man im offiziellen YouTube-Kanal ansehen.

Ursprünglicher Artikel vom 8. Januar 2016: 360°-Kamera Vuze filmt in 3D und 4K

Vuze ist eine 3D- und 360°-Kamera des Herstellers HumanEyes Technologies und richtet sich an semiprofessionelle Filmemacher. Die Kamera kostet weniger als 1.000 US-Dollar. Das Gerät kommt mit einer eigenen Stitching-Software, die Videoaufnahmen schnell zu 360-Videos verarbeiten kann.

Die kleine Point- and Shoot-Kamera ist handlich und wiegt nur rund 250 Gramm. Die Besonderheit im Vergleich zu den meisten Wettbewerbern: Die Kamera schießt Videos in 3D. Die stereoskopische Aufnahmen lösen mit 4K auf, laufen aber nur mit maximal 30 Bildern pro Sekunde (FPS). Insgesamt hat die Kamera acht Linsen verbaut, jede davon mit einer Auflösung von 1080p – je zwei Kameras sind an jeder Seite des quadratischen Gerät integriert.

Bedient wird die Kamera über einen Power- und einen Aufnahmeknopf am Gehäuse oder mit Hilfe der Vuze-App, die sowohl für iOS als auch für Android angeboten wird. Für die Aufnahme bietet HumanEyes Technologies ein spezielles Objektiv an, das zusammengefaltet als Selfie-Stick dient oder aufgebaut als 3-Bein-Stativ den nötigen Stand bietet.

“Wir freuen uns, VUZE zu präsentieren und sind gespannt, wie unsere Kunden im täglichen Gebrauche immersive Inhalte entwickeln. VUZE hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Menschen Bilder und Videos aufnehmen, teilen oder erleben, zu revolutionieren”, sagt Shahar Bin-Nun, Geschäftsführer von HumanEyes Technologies.

Die Kamera hat einen SD-Kartenslot und komprimiert das Bildmaterial vor dem Ausspielen. Zusätzlich liefert HumanEyes Technologies eine einfach zu bedienende Stiching-Software mit, die das Bildmaterial der einzelnen Linsen schnell zu einem 360-Video verarbeiten kann.

Nach Angaben des Unternehmens soll der Prozess, einen leistungsstarken Computer vorausgesetzt, nur so viel Zeit in Anspruch nehmen, wie die Dauer des zu bearbeitetenden Videomaterials. Für eine Minute Filmaterial bräuchte es demnach nur eine Minute Verarbeitungszeit. Die fertigen Videos können mit der App angesehen werden. Erste Modelle werden mit einer VR-Brille für Smartphones von Homido im Wert von rund 70 Euro verschickt.

Die Kamera kostet inklusive der Software und je nach Ausstattung 799 US-Dollar. Im Lieferumfang sind eine Smartphone-VR-Brille und ein Ministativ enthalten

Probeaufnahmen der Vuze-Kamera von HumanEyes Technologies:

| Source: VUZE, via VRFOCUS

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