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Virtual Reality: 3D-Profi arbeitet an ultrarealistischem Autobaukasten

von Tomislav Bezmalinovic16. August 2017

Alec Moody arbeitet seit fünfzehn Jahren als Freelancer für die Spieleindustrie. Nun entwickelt er mit “Wrench” sein eigenes Spiel: eine VR-Simulation, die auf spielerische Weise vermitteln soll, wie man ein Fahrzeug zusammenbaut, repariert und wartet.

Alec Moody ist vielseitig begabt. Er interessiert sich für Design, studierte Fotografie und arbeitete an Videospielen wie “Rage”, “Borderlands 2” und “The Order 1886” mit, für die er als Freiberufler 3D-Modelle entwarf. Daneben modifziert der Autodidakt leidenschaftlich gerne Autos, zum Beispiel seinen Mazda MX-5. “Wenn ich nicht arbeite, verbringe ich meine Zeit damit, Sachen zu bauen oder zu reparieren”, schreibt Moody über sich.

Während seiner Auftragsarbeiten für große Studios war der Entwickler nur ein kleines Rädchen im Getriebe. Mit seinem Spiel “Wrench” geht der Entwickler ein Projekt an, das ihm volle Kontrolle über den Entwicklungsprozess gibt. Und ihn mit Virtual Reality arbeiten lässst: “Ich bin fasziniert von der Idee, ein Spiel zu kreieren, das von Grund auf für das neue Medium geschaffen ist”, sagt Moody.

Sein Autobaukasten profitiert in vielerlei Hinsicht von Virtual Reality. Dank der Räumlichkeit des Mediums kann man als Nutzer besser nachvollziehen, wie ein dreidimensionales Objekt zusammengesetzt ist. Zudem kommt der 3D-Effekt bei nahen Objekten am besten zum Tragen. Da Wrenchs virtuelle Werkstatt klein ist, muss man sich nicht viel bewegen, sodass VR-Übelkeit ausgeschlossen ist. Schließlich erlaubt der kleine Raum erlaubt das fotorealistische Rendering von 3D-Modellen, wie ein Bild zeigt.

Wrench_Garage

So sieht die aktuelle Testumgebung von Wrench aus. BILD: Alec Moody

Spielelemente fehlen noch

In Wrench wird man mit Hilfe virtueller Werkzeuge Autos zusammenbauen oder zu Zwecken der Wartung und Reparatur Stück für Stück auseinandernehmen können. In diesem Aspekt der Entwicklung muss genaustens definiert werden, wo, wie und in welcher Reihenfolge Bauteile kombiniert werden können. Daran arbeitet der Entwickler noch.

Die zweite, große Aufgabe besteht laut Moody darin, Spielmechaniken in die Simulation einzubauen. Schließlich soll es Spaß machen, in der virtuellen Werkstatt zu arbeiten. “Das Spiel muss in der Aufgabenstellung genug flexibel sein, sodass es auch Leute verstehen, die noch nie an einem Auto gearbeitet haben. Aber gleichzeitig muss es erfahrene Automechaniker herausfordern”, sagt Moody.

Der Entwickler möchte ein Belohnungssystem einbauen und neuen Spielern zuerst einfache Fertigkeiten und Tricks beibringen. “Spiele machen dauerhaft Spaß, wenn sie Nutzern einfache Werkzeuge an die Hand geben und sie damit anschließend Probleme lösen lassen”, sagt Moody.

Das folgende Video zeigt den aktuellen Prototyp des Programms. Wann Wrench erscheint, steht noch nicht fest. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, findet in seinem Entwicklerblog eine äußerst detaillierte Beschreibung seines bisherigen Arbeitsprozesses.

| Featured Image: Alec Moody

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