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Virtual Reality: Ängste überwinden mit Samsung Gear VR

von Carolin Albrand1. März 2016

Einen recht innovativen Ansatz hat Samsung in der Marketing-Kampagne #BeFearless für Gear VR gewählt. 27 junge Menschen sollten mit Hilfe von Virtual Reality gezielt Ängste überwinden.

Nach einem Experten-Workshop zu Anfang der Kampagne kämpften die Teilnehmer über mehrere Wochen hinweg in der virtuellen Realität gegen ihre schlimmsten Ängste an, um anschließend beim Finale in Dubai ihre Phobien auch im realen Leben zu konfrontieren. An der internationalen Kampagne beteiligten sich 27 junge Menschen aus Deutschland, Österreich, Russland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die unter 7.500 Bewerbern ausgewählt wurden. Die sechs deutschen Kandidaten und Kandidatinnen litten unter Angst vor großer Höhe und öffentlichem Sprechen. Laut Samsung konnten diese ihre Ängste erfolgreich in VR behandeln und stellten sich in Dubai mehr oder weniger angstfrei auf eine Theaterbühne oder fuhren in einer Seilbahn durch Häuserschluchten.

“Virtual Reality bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und steht vor dem Durchbruch auf breiter Ebene.” Georg R. Rötzer, Marketing-Manager Samsung

Die spezielle Trainings-App, die Angstszenarien simuliert, ist bisher aber nur den Kandidaten der Kampagne zugänglich. Laut Samsung knüpft diese an Erkenntnisse aus der Verhaltens- und Angstforschung an, in der Virtual Reality bereits seit vielen Jahren erfolgreich als Therapieform angewendet wird. In einer sicheren und gewohnten Umgebung sollen Menschen mittels VR in ihrem eigenen Tempo und Stück für Stück ihre Grenzen erweitern und so Ängste überwinden.

Eine Teilnehmerin aus Deutschland übte das freie Reden via VR-App zunächst vor animierten Zuschauern und einer virtuellen Schulklasse. Danach stellte sie sich einem VR-Vorstellungsgespräch sowie einer Rede vor großem Publikum. In Dubai absolvierte sie dann die Vortragssituation unter realen Bedingungen erfolgreich. Einen Eindruck der Anwendung bekommt man im folgenden Video.

„Die Aktion #BeFearless hat auf beeindruckende Art und Weise verdeutlicht, wie moderne Technik jungen Menschen bei der Bewältigung ihrer größten Ängste helfen kann“, sagt Georg R. Rötzer, Marketing-Manager bei Samsung. „Virtual Reality bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und steht vor dem Durchbruch auf breiter Ebene. Ihr erfolgreicher Einsatz bei der Therapie von Alltagsblockaden junger Menschen verdeutlicht das enorme Potenzial dieser Technologie in einem Umfeld jenseits von Gaming und 3D.“

In der Tat experimentieren Wissenschaftler schon seit vielen Jahren mit Virtual Reality in der Verhaltenstherapie, beispielsweise bei der Behandlung von Depressionen oder PTBS, auch im Virtual-Reality-Labor der Universität Stanford wird intensiv an dem Thema geforscht. Der junge Mann im folgenden GIF balanciert über einen virtuellen Steg, um seine Höhenangst zu überwinden.

GIF

Da moderne VR-Brillen mittlerweile sehr glaubhafte und immersive Virtual-Reality-Erlebnisse zu einem bezahlbaren Preis ermöglichen, könnten virtuelle Technologien ein gängigeres Mittel bei der Behandlung und Konfrontation von Ängsten und Phobien werden. Wer einen Vorgeschmack davon haben will, kann sich im Oculus Store für Gear VR kostenlos Samsungs “Public Speaking”-App herunterladen. Diese ist aber noch in einem frühen Beta-Status und repräsentiert noch nicht das, was prinzipiell mit VR-Therapie möglich sein könnte. Eine ebenfalls kostenlose Alternative für Googles Cardboard VR-Brille ist die App “Virtual Speech”, die wir in diesem Artikel beschreiben.

| SOURCE: Samsung
| FEATURED IMAGE: Samsung