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Virtual Reality: Amazon startet erste Angebotsseite

von Matthias Bastian25. Januar 2016

Der eCommerce-Riese Amazon hat eine eigene Seite rund um das Thema Virtual Reality gebaut. Der Titel der Seite: “Die neue Realität.”

Kaufen kann man auf der Seite natürlich noch nichts, aber Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR werden in Wort und Bild vorgestellt. Bis zum Launch der Brillen soll der “Amazon Virtual Reality Guide” regelmäßig geupdatet werden, um interessierte Kunden über das Thema virtuelle Realität aufzuklären. Aufklärung tut auch Not, denn obwohl der Markt nicht einmal richtig vorhanden ist, ist er bereits komplex und fragmentiert.

Amazon verspricht regelmäßige Informationen zum Release, zu Virtual-Reality Games und anderen VR-Produkten. Besonders interessant liest sich der FAQ, denn hier wird der Kunde ordentlich und in Detail zum Thema VR aufgeklärt. Beispielsweise wird die Kostenfrage geklärt: “Dazu gibt es noch keine genauen Angaben. Die damit verbundenen Kosten umfassen jedoch den Kauf eines VR-fähigen PCs oder einer VR-fähigen Konsole, einem Headset und – je nach Modell – auch den Kauf einer Kamera.”

Keine neuen Infos gibt es zum Releasedatum, im FAQ heißt es beispielsweise schlicht und ergreifend: “Im Moment wissen wir noch nichts Genaues. Die Hersteller der VR-Headsets versuchen ihre Produkte auf den Markt zu bringen, sobald Sie fertig sind.” Auch zum Potenzial der neuen Technologie äußert sich der ehemalige Online-Buchversand: “In der Anfangsphase wird VR wohl hauptsächlich bei Videospielen eingesetzt. […] Aber Virtual Reality kann auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. […] Während viele seiner künftigen Verwendungen noch konfiguriert werden, ist bereits viel die Rede von der Anwendung in Bereichen wie Architektur, Business, Bildung, Gesundheitswesen, Medien, Sport und Therapie.” Die Amazon VR-Seite findet ihr hier.

Oculus Rift und HTC Vive sollte man vorerst nicht im deutschen Einzelhandel erwarten

Derweil ist es äußerst unwahrscheinlich, dass man die PC-VR-Brillen Rift oder Vive in naher Zukunft bei Amazon oder gar im Einzelhandel beziehen kann. Beides sind noch sehr exklusive Produkte, die direkt vom Hersteller vertrieben werden, solange die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt. Oculus Rift beispielsweise ist bereits bis Sommer ausverkauft, Vorbestellungen werden aber von Oculus VR noch immer angenommen.

Zwar äußerten Oculus-Chef Iribe und Rift-Erfinder Palmer Luckey, dass man sich ab April mit dem Thema Einzelhandel beschäftigen wolle – das betrifft aber in erster Linie VR-Demostationen sowie PC- und Rift-Bundles, die mit einigen Einzelhandelspartnern in den USA vertrieben werden. Wann und ob Oculus Rift CV1 überhaupt im deutschen Einzelhandel und in Online-Shops verfügbar sein wird,  ist nicht bekannt. Ähnliches gilt auch für HTCs VR-Brille Vive, die anfänglich ebenfalls nur in kleiner Stückzahl verfügbar sein wird. Die Vorbestellungen starten Ende Februar direkt bei HTC, der Versand soll dann im April folgen.

Anders dürfte der Vertrieb für Sonys Playstation VR laufen. Immerhin haben die Japaner bereits mehr als 35 Millionen potenzielle Kunden weltweit – so oft hat sich die Playstation 4 bisher verkauft und nur die funktioniert mit Sonys Virtual-Reality-Brille. Launchtermin und Preis sind zwar noch nicht bekannt, aber PSVR soll noch im ersten Halbjahr 2016 erscheinen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man die VR-Brille vom ersten Tag an ganz normal bei Amazon und im Einzelhandel einkaufen kann.

| SOURCE: Amazon
| FEATURED IMAGE: Amazon