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Virtual-Reality-Arcade The Void plant Dutzende weitere Ableger

von Matthias Bastian28. Juli 2017

Die Macher der VR-Spielehalle The Void hoffen, dass sich die neue Attraktion im Umfeld von Einkaufszentren, Kinos und Vergnügungsparks etabliert. Dutzende weitere Ableger sind für die kommenden Monate geplant.

Laut einem Bericht der Webseite Variety will die VR-Spielhalle The Void in den kommenden Monaten weitläufig expandieren. Es seien Dutzende weitere VR-Arcades geplant, darunter in Los Angeles, New York und Florida sowie außerhalb der USA. Langfristig wolle das Unternehmen weltweit tausende Installationen betreiben.

The Void kooperiert dafür mit standortbasierten Entertainment-Anbietern, die laut den Void-Machern an Ticketschwund leiden. “Egal ob es ein Themenpark ist, ein Einkaufszentrum oder ein Kino, sie verlieren alle Kunden. Sie suchen nach neuen Attraktionen”, sagt der neu installierte Void-CEO Cliff Plumer, der auch zu den ersten Investoren von Oculus VR gehörte.

Der Markt für VR für die eigenen vier Wände sei noch drei bis fünf Jahre entfernt. “Wir wissen alle, dass das Publikum noch nicht da ist”, sagt Plumer.

Selbst wenn die VR-Brille ein Verkaufsschlager werde, würde sie dem Konzept von The Void nicht gefährlich, glaubt der Mitgründer James Jensen: “Die Leute fangen nicht an, sich eine Achterbahn in das Wohnzimmer zu bauen.”

Die VR-Erfahrungen seien langfristig angelegt. Die erste Ghostbusters-Welt in New York, die bei Madame Tussauds untergebracht ist, könne mit regelmäßigen Updates für zehn bis 20 Jahre bestehen, glaubt Jensen.

The Void arbeitet daran, Besucher wiederholt in die Spielhalle zu locken, beispielsweise mit einer Smartphone-App, mit der ein individualisierter Avatar und ein dauerhaftes Profil angelegt werden kann. Sogar die Interaktion zwischen einem Void-Besucher und einem Nutzer daheim soll in Zukunft möglich sein.

“Wir wollen, dass sich die Leute auch dann mit The Void beschäftigen, wenn sie nicht vor Ort sind”, sagt Jensen.

The Void plant weiter mit bekannten Film-Franchise

Die Mapped-Reality-Spielhalle startet kommenden Monat mit der zweiten VR-Erfahrung nach “Ghostbusters: Dimension”. Bei “Curse of the Serpent’s Eye” geht es hinunter in düstere Katakomben.

Wie bei Ghostbusters bewegt sich der Nutzer synchron durch eine identisch angelegte reale und virtuelle Umgebung, kann Wände anfassen oder Fackeln aufheben. In Curse of the Serpent’s Eye wartet unter anderem eine Wasserschlange darauf, von den Spielern niedergestreckt zu werden.

Gänzlich neu ist die Curse-Erfahrung nicht, The Void arbeitet schon seit rund zwei Jahren an der Anwendung und präsentierte sie bei verschiedenen Gelegenheiten, unter anderem bei der Ted-X-Enthüllung im März 2016. Kommenden Monat feiert Curse jetzt offiziell in der Heimatbasis in Utah Premiere und ist auch bei den Ablegern in Toronto und Dubai verfügbar.

Für die Zukunft möchte The Void neben Eigenentwicklungen wie Curse weiter auf bekannte Marken aus Hollywood setzen. “Die Studios suchen nach zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten”, sagt Plumer. “Wir haben eine, die ihnen gut gefällt.” Zuletzt investierte Disney in The Void – eine Star-Wars-Erfahrung für die Virtual-Reality-Arcade wäre die nahe liegende Konsequenz dieser Kooperation.

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