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Virtual Reality: Asus zeigt mobile VR-Brille fürs Zenfone 3

von Matthias Bastian31. Mai 2016

Als hätte es noch einen weiteren Beweis dafür gebraucht, dass Googles kommende Daydream-Initiative enorm wichtig für mobile Virtual Reality sein wird, um den Markt zu strukturieren, zeigt jetzt auch Asus auf der Computex 2016 eine neue mobile “Me-too”-VR-Brille.

Diese erinnert frappierend an das große Vorbild Gear VR von Samsung, wird dabei aber wohl kaum die gleiche Qualität erreichen. Zusätzliche Sensoren für besseres Headtracking sind, anders als bei der neuen ZTE VR-Brille für das Axon 7, offenbar nicht verbaut, außerdem bietet Gear VR mit teils qualitativ hochwertiger Software aus dem Oculus-Store eine größere Auswahl an brauchbaren VR-Apps. Das ist ein Wettbewerbsvorteil, der allen anderen Anbietern von Mobile-VR vollkommen abgeht.

“Asus VR” unterstützt Smartphones mit einer Displaygröße bis zu 5,7 Zoll und ist wohl in erster Linie als Begleiter für das neue Flaggschiff-Phablet Zenfone 3 Deluxe gedacht. Dieses erfüllt aber voraussichtlich nicht die Spezifikationen von Googles neuem Daydream-ready-Standard. Die exakten Rahmenbedingungen der Google-VR-Zertifizierung sind zwar noch nicht bekannt, aber bei einem 1080p-Display dürfte die Auflösung für hochwertiges Tagträumen zu gering sein. Außerdem ist nur ein Snapdragon-820-Prozessor verbaut, der auch schon in aktuellen Flaggschiff-Geräten wie Samsungs Galaxy S7 steckt – und die werden laut Googles VR-Chef Clay Bavor wohl nicht rückwirkend zertifiziert.

Android Authority spekuliert zwar, dass zumindest die VR-Brille an sich Daydream-ready sein könnte; einen wirklichen handfesten Grund für diese Annahme gibt es aber nicht. Asus VR orientiert sich wohl eher an der Samsung-Brille als an Googles neuem Referenzdesign. Immerhin: Die Lederriemen für die Kopfhalterung sehen relativ edel aus, ob sie auch bequem sind, ist eine andere Frage.

Von Asus’ Hololens-Adaption, die angeblich in Absprache mit Microsoft für den Augmented-Reality-Markt produziert werden soll, gibt es derweil noch nichts zu sehen. Aber da sind auch noch ein paar Jahre Zeit.

| Featured Image: Mobilegeeks (Screenshot bei YouTube)