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Virtual Reality: Auf dem Trike-Bike durch die virtuelle Realität

von VRODO5. August 2016

In der aktuellen Renaissance der Virtual Reality gibt es eine ganze Reihe an ausgefallener Zusatzhardware, angefangen bei VR-Achterbahnen in Vergnügungsparks über riesige Seilroboter bis hin zu ATV-Fahrsimulatoren oder Teledildonics.

Aber es geht immer noch etwas ausgefallener. Das russische Entwicklerstudio Interactive Lab hat aus einem kleinen E-Trike das erste Indoor-VR-Vehikel gebaut. Der Fahrer trägt Oculus Rift auf dem Kopf, die VR-Brille ist an einen Rechner in der Satteltasche angeschlossen. Daher gibt es auch keine Probleme mit störenden Kabeln.

Die Dimensionen der Trackingfläche und des virtuellen Raums stimmen überein. So läuft man auf der Virtual-Reality-Rennbahn nicht Gefahr, plötzlich von einer realen Wand gestoppt zu werden. Auch die Lenkstange ist mit Trackingsensoren ausgestattet, sodass die Lenkbewegungen des realen und des virtuellen Gefährts zusammenpassen.

Teures Trackingverfahren mit Optitrack

Für das Tracking wird nicht die Infrarot-Kamera von Oculus Rift eingesetzt, sondern ein hochwertiges Motion-Capture-System von Optitrack. Das System kostet ab 5.000 Euro aufwärts. Daher ist das virtuelle Gefährt  – auch aufgrund des hohen Platzverbrauchs – erstmal nicht für den durchschnittlichen Heimverbraucher geeignet.

Für VR-Erfahrungen außer Haus wie The Void könnten solche trackbaren Vehikel aber einen echten Zusatznutzen bieten. Die technologische Hürde für die Implementierung wäre denkbar gering: The Void setzt bereits auf eine spezielle Motion-Capture-Lösung von Optitrack. Die Frage ist eher, wie man so ein Gefährt sinnvoll in eine VR-Erfahrung einbettet und den dafür nötigen Platz schafft. Rein hydraulische Simulatoren dürften wohl die effizientere und flexiblere Lösung sein und die Sinne ausreichend gut täuschen.

Die Entwickler des Interactive Lab machten zuvor auf der Fachkonferenz “Silicon Valley Virtual Reality” auf sich aufmerksam. Dort demonstrierten sie eine modifizierte Gear-VR-Version, mit der sich Nutzer völlig frei und ohne Verkabelung im virtuellen Raum bewegen konnten. Auch bei diesem Experiment wurde ein Optitrack-System eingesetzt.

| Via: Road to VR