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Razer OSVR Vorbestellung ab sofort möglich *Update Unboxing*

von Matthias Bastian24. Oktober 2015

Ein paar Tage dauert es noch, bis Razer OSVR ausgeliefert wird. Ein Entwickler, der seine VR-Brille bereits im Oktober erhalten hat, war so nett ein erstes Unboxing-Video auf YouTube zu stellen. Dort könnt ihr unter anderem sehen welches Zubehör der VR-Brille beigelegt ist.

Ursprüngliche Meldung:

Nicht nur HTC, Oculus oder Sony basteln an VR-Brillen – auch eine Reihe kleiner Technologie-Unternehmen und Start-Ups versuchen ihr Glück (schau Dir FOVE oder Mark 6 von Gamfeace an), darunter die Hardware-Manufaktur Razer. Insbesondere PC-Spieler dürften Razer für ihre teils ausgefallenen Mäuse und Tastaturen kennen, denn seit 1998 bauen die Kalifornier Zubehör speziell für Gamer. In das Thema VR steigt Razer nun besonders früh ein: Die Virtual-Reality-Brille Razer OSVR kann für 350 Euro direkt im Online-Shop von Razer vorbestellt werden und wird ab dem 23. November ausgeliefert. Dabei handelt es sich nach wie vor um eine Entwicklerversion, die aber offiziell von jedermann gekauft werden darf. Damit schafft es Razer noch vor den eingangs erwähnten großen Wettbewerbern ein fertiges Produkt auf den Markt zu bringen.

Razer entwickelt die erste aufrüstbare VR-Brille

Erstmals zeigte Razer die VR-Brille samt Open-Source-Entwicklerkit auf der CES in Las Vegas im Januar 2015. Die Kalifornier verfolgen einen etwas anderen Ansatz als die Mitbewerber: Sie versuchen nicht mit den besten technischen Daten zu trumpfen, sondern möchten den Spielern mittel- bis langfristig die Möglichkeit geben, die VR-Brille ohne großen Aufwand zu modifizieren. Beispielsweise können die Linsen, die Faceplate oder das Display später gegen hochwertigere oder individuell abgestimmte Technik getauscht werden. Außerdem ist sowohl die VR-Brille als auch die dazugehörige Entwickler-Software komplett Open Source, das heißt ohne Lizenzgebühren frei verfügbar. In Zukunft sollen Hard- als auch Software von der Community verbessert und erweitert werden. Theoretisch kann sogar die gesamte VR-Brille und Zubehör per 3D-Drucker im eigenen Wohnzimmer gedruckt werden. Entsprechende Baupläne sollen dann sowohl von Razer als auch Entwicklern oder anderen Tüftlern zur Verfügung gestellt werden.

Highlight der VR-Brille ist laut Razer ein spezielles Linsenset, das besonders scharfe Bilder produzieren soll. Dann sollen virtuelle Welten auch zum Rand hin nicht mehr unschön ausfransen oder unscharf werden – wie man es beispielsweise von Oculus Rift DK2 kennt.

Razer OSVR - Die Dual-Linsen-Optik zeichnet ein feines Bild. Quelle: Sensics, Inc.

Razer OSVR – Die Dual-Linsen-Optik zeichnet ein feines Bild bis zum Rand. Quelle: Sensics, Inc.

Konkurrenz für Oculus Rift oder HTC Vive?

Auch wenn Razers VR-Brille schon ab nächsten Monat erhältlich ist, ist sie wohl erstmal kein ernsthafter Wettbewerb für die VR-Brillen von Oculus VR oder HTC Vive. Oculus Rift bietet exklusive Inhalte und besonders hochwertige Hardware, HTC hat Valve und die Software-Plattform Steam im Rücken, außerdem wird eine ausgereifte Tracking-Lösung angeboten, die den gesamten Körper erkennen kann und Bewegungen exakt in die virtuelle Realität überträgt. Sowohl für Oculus Rift und HTC Vive wird es außerdem spezielle 3D-Controller geben; die sucht man bei Razer noch vergeblich, bisher wurde keine Lösung für die Interaktion im virtuellen Raum gezeigt. Alle technischen Details zur Virtual-Reality-Brille von Razer gibt es in unserem VR-Brillen-Vergleich.

Trotz des interessanten Open-Source-Ansatzes und potenziellen Hardware-Upgrades in der Zukunft ist Razers VR-Brille wohl erstmal nur was für Bastler und absolute VR-Enthusiasten, die alle erhältlichen Produkte ausprobieren möchten.

#VirtualReality-Brille von Razer kann jetzt vorbestellt werden. Ausgeliefert wird Ende November. Klick um zu Tweeten

| SOURCE: RazerOne
| FEATURED IMAGE: Razer OSVR Presskit