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Virtual Reality: Conan O’Brien trifft sein zukünftiges Selbst

von Tomislav Bezmalinovic29. April 2017

In seiner jüngsten Sendung setzte sich der Talkshow-Moderater Conan O’Brien eine Oculus Rift auf, um “Wilson’s Heart” zu spielen. Aufgrund etwas anderer Erwartungen fällt sein Fazit nicht positiv aus.

Conan O’Brien versucht sich in seiner Sendung regelmäßig an Videospielen. Was das Clueless Gamer genannte Showsegment so interessant macht, ist die Unbefangenheit, mit der der Talkshow-Moderator an die Spiele herangeht. Der unverstellte Blick des Laien entlarvt, meist mit komischem Effekt, die Konventionen und Unzulänglichkeiten des Mediums. In seiner jüngsten Sendung trifft es nun zum ersten Mal die Virtual Reality.

Noch bevor sich O’Brien die VR-Brille aufsetzt, gibt er unverblümt zu, was er von der Erfahrung erwartet: “Meine Theorie – und das habe ich  schon früher gesagt – ist,  dass Virtual Reality uns an einen Ort mitnimmt: Virtual-Reality-Sex. Darum geht es bei Virtual Reality. Ich erwarte also, dass ich heute Sex haben werde.” Wie nicht anders zu erwarten, macht sich bei O’Brien in den folgenden Minuten Enttäuschung breit.

In der Haut des 63-jährigen Robert Wilson fühlt sich Conan O’Brien nicht sonderlich wohl: “Ich dachte, bei Virtual Reality gehe es darum, die Realität aufzuwerten. Stattdessen finde ich mich in der Haut eines alten, farbenblinden Mannes wieder, der an eine Wand gekettet ist”, ruft der Talkshow-Moderator aus.

Ein Blick in die Zukunft

In den folgenden Minuten sieht man ihn beim Versuch, stets neu erscheinende Notizbretter loszuwerden und mehr schlecht als recht mit virtuellen Objekten interagieren. Klappt es dann doch, bricht O’Brien gemeinsam mit dem Publikum in Jubel aus.

Sein Fazit: “Die Grafik ist sehr eindrücklich, es ist eine gut umgesetzte, fantasievolle Welt, nur keine, in der ich leben möchte. Ich setze mir die VR-Brille und betrete mein Leben, wie es in zwanzig Jahren sein wird. Ich werde alt sein, herumstolpern, unkoordinierte Bewegungen ausführen, wahrscheinlich sehe ich die Welt zu diesem Zeitpunkt in Schwarzweiß, Frauen ignorieren mich und ich höre Peter Wellers Stimme in meinem Kopf.”

Conan O’Brien kam bereits früher in Kontakt mit Virtual Reality. Im November 2016 besuchte er Youtubes VR-Labor in New York. Dort setzte er sich eine HTC Vive auf, um Tilt Brush, Job Simulator und The Thrill of the Fight auszuprobieren. Das Youtube-Video findet man hier.


| Featured Image: Team Coco (Youtube-Screenshot)

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