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Virtual Reality: “Der Rasenmähermann” wird in VR neu aufgelegt

von Matthias Bastian20. Januar 2017

Das VR-Unternehmen Jaunt will den vielleicht kultigsten Virtual-Reality-Trashfilm der 90er-Jahre neu beleben. “The Lawnmower Man” kommt nach Hause in die VR-Brille.

Jaunt bezeichnet Rasenmähermann VR als Neuinterpretation des Originals für die VR-Brille. Partner sind die Rechteinhaber Jim Howell und Rupert Harvey. Leider ist die Neuauflage noch recht weit weg: Ein Veröffentlichungsdatum ist noch nicht bekannt, die Produktion startet in 2017.

Jaunt produzierte zuvor die Serie “The Invisible” für Samsung, die einen rund 60 Minuten langen Film in sechs kurze Folgen unterteilte. Ein ähnliches Vorgehen darf man beim Rasenmähermann erwarten.

Neben Lawnmower-Man arbeitet Jaunt an vier weiteren Serien, darunter die zwölfteilige Sci-Fi-Geschichte Luna. Die wird produziert von Adam Cooper und Bill Collage (Assassin’s Creed, Exodus: Gods and Kings), Regisseur ist Robert Schwentke (The Divergent, Flightplan). In 2017 scheinen sich bekanntere Namen und Marken an das neue Medium zu wagen.

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VR als Stammesritual

Die Handlung des Klassikers ist angelehnt an eine Kurzgeschichte von Stephen King aus den 70er-Jahren. Der geistig zurückgebliebene Jobe Smith will eigentlich nur den Rasen mähen, doch dann wird er Teil eines Experiments. Wissenschaftler wollen mit Virtual Reality den perfekten Supersoldaten erschaffen.

Smith durchläuft innerhalb kürzester Zeit eine wundersame Wandlung und wird vom dicklichen Dümmling zum smarten Superathleten. Natürlich geht die Sache furchtbar schief, da die Grenzen zwischen virtueller und bekannter Realität zunehmend verschwimmen.

Der Film bekam durchwachsene Kritiken. Gelobt wurden die seinerzeit hochwertigen Computereffekte, die Story kam dagegen nicht so gut an. Für VR-Enthusiasten ist der Rasenmähermann aber in jedem Fall sehenswert.

Auch den Regisseur des Originals Brett Leonard hat das Thema Virtual Reality nicht losgelassen. Er gründete Mitte 2016 mit einem Kollegen von Disney das Produktionsstudio Virtuosity Entertainment, das zum “Pixar von VR” werden soll.

Bei der Gründung seines Studios gab Leonard an, dass er an Lanmower Man: Reborn arbeitet. Unklar ist, ob er am neuen Jaunt-Projekt beteiligt ist oder ob er seine eigenen Pläne zum Remake nun auf Eis legen muss.

Leonard äußerte interessante Ansichten, wie man in VR eine gute Geschichte erzählt. Statt Storytelling gäbe es Storywelten. VR sei wie ein Stammesritual, bei dem Menschen gemeinsam auf eine größere Reise gehen. “Es wird viel stärkere Verbindungen geben. Es ist ein ultramodernes Medium, das zu den Wurzeln zurückkehrt.”

| Featured Image: New Line Cinema / The Lawnmower Man | Source: Jaunt

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