Update vom 23. November 2018:

Das Entwicklerkit von Vaqsos Geruchsmodul kann ab sofort auf der offiziellen Internetseite bestellt werden. Es kostet 1.000 US-Dollar exklusive Steuern und wird ab Ende November ausgeliefert.

Das Modul ist mit Oculus Rift, HTC Vive, Playstation VR und Pimax-Brillen kompatibel und verbindet sich per USB oder Bluetooth mit der jeweiligen VR-Brille. Mittels einer Progammierschnittstelle, die alle gängigen Grafikengines unterstützt, können Entwickler verschiedene Parameter wie die Stärke des Geruchs steuern.

Das Modul wird mit bis zu fünf Kapseln befüllt, wobei eine einzelne 70 US-Dollar kostet und einen Monat halten soll. Insgesamt stehen 15 Gerüche zur Auswahl:

  • Umwelt: Ozean, Feuer (Schießpulver), Wald, Erde
  • Essen und Trinken: Kaffee, Karamel, Schokolade, Curry, gebratenes Hühnchen
  • Andere: Zombie, Frau, Minze, Gas, Blume

Das Angebot soll laufend erweitert werden. Unternehmen können die Entwicklung eines spezifischen Dufts in Auftrag geben. Kostenpunkt: 3.000 US-Dollar.

Für das Design der Düfte hat Vaqso den Meisterparfümeur Francis Kurkdjian angeheuert, der Düfte für die Modemarken Jean-Paul Gaultier, Burberry und Nina Ricci entwarf.

Ursprünglicher Artikel vom 31. Jan 2017:

Vor wenigen Tagen berichteten wir von einer Geruchsmaske für VR-Pornos, die passend zum Film Duftwolken versprüht, die nach “Körpergeruch” oder “Parfüm” riechen. Während dieses Zubehör wohl eher als ein PR-Gag gedacht ist, meint es das japanische Unternehmen Vaqso ernst. Es hat ein kompaktes Modul für VR-Brillen vorgestellt, das eine Vielzahl von Düften passend zum Inhalt der VR-Anwendung verströmt.

Der Formfaktor des Geräts ist weit weniger aufdringlich als Camsodas Geruchsmaske. Lediglich so lang wie ein Kugelschreiber, wird es per Magnet unauffällig an der Unterseite des Brillengehäuses befestigt und drückt auf diese Weise nicht gegen das Gesicht.

Ein weiterer Vorteil des Moduls ist, dass es eine größere Vielfalt von Gerüchen produzieren kann. Kann der Prototyp derzeit nur drei Patronen aufnehmen, sollen im Endprodukt fünf bis zehn Kartuschen Platz haben. Dank einer Vermischung der unterschiedlichen Aromen dürfte das Gerät eine große Anzahl unterschiedlicher Gerüche simulieren können.

Das Modul verbindet sich per Bluetooth mit dem PC und soll dank einer speziellen Software passend zum VR-Inhalt Duftwolken aussondern. Diese Software steuert auch den eingebauten Ventilator, der sich je nachdem, wie weit der Anwender von einem virtuellen Objekt entfernt ist, unterschiedlich stark dreht.

Vaqso_Größe

Ein Vorteil des Geräts ist seine kompakte Größe. BILD: Thebridge.jp

Die Implementierung in neue und bestehende VR-Anwendungen ist laut Vaqso ganz einfach: Entwickler müssen lediglich ein Unity-Plugin laden und können dann einstellen, wann das Gerät in ihrer Anwendung aktiv werden soll.

Das Unternehmen ruft derzeit interessierte VR-Entwickler auf, mit Vaqso in Kontakt zu treten, indem sie sich hier anmelden. Es will Rückmeldungen von Entwicklern einholen, um das Produkt zu verbessern. Zu diesem Zweck wird es demnächst Developer Kits versenden.

Gegründet wurde Vaqso von Kentaro Kawaguchi. Dieser arbeitete davor für ein Unternehmen namens Zaaz, das künstliche Düfte an Restaurants verkauft. Zum Team gehört auch Tatsuya Kogusori, ehemaliger Mitarbeiter von Cerevo, das auf der CES haptische Stiefel für Virtual Reality vorgestellt hat.

Eine erste Version des Moduls für den B2B-Bereich soll im April erscheinen. Endkunden werden das Gerät etwas später erwerben dürfen. Über den Preis ist noch nichts bekannt.

| Featured Image: Vaqso / Thebridge.jp | Via: Venture Beat

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