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Virtual Reality: Disney-Chef duldet keine VR-Brillen im Disneyland

von Matthias Bastian26. März 2017

Disney-CEO Bob Iger begibt sich jeden Dienstagnachmittag ins Star-Wars-Universum und trainiert Lichtschwertkämpfe gegen einen Sturmtruppler.

Zahlreichen Vergnügungsparks weltweit setzen auf Virtual Reality, zum Beispiel um auf recht einfache Art bestehende Fahrgeschäfte und Attraktionen wie Achterbahnen virtuell zu erweitern und zu erneuern.

Der Disney-Chef Bob Iger denkt und handelt entgegen diesem Trend: VR-Brillen möchte er im Disneyland nicht sehen, sie würden “die Realität zerstören”.

Laut der LA Times hat er seinen Mitarbeitern angeordnet, nicht einmal über Virtual-Reality-Attraktionen nachzudenken. Stattdessen bevorzuge er Augmented-Reality-Technologien, die digitale Inhalte in die reale Welt einbinden.

Spielt Iger schon Magic Leap?

Bei einem Uni-Event in Los Angeles sprach Iger daher lieber über mögliche AR-Attraktionen für Themenparks. Dabei verrät er, dass er jeden Dienstagnachmittag in einem Disney-Labor mit einer “speziellen Brille” experimentiert, die es ihm erlaube, ein Lichtschwert zu schwingen und sich mit einem Star-Wars-Soldaten zu duellieren.

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei dem Labor um Disneys Ilmxlab handelt, das sich auf immersive Technologien spezialisiert hat. Dazu zählen VR-Brillen, aber auch Cave-Systeme oder Augmented-Reality-Hardware.

Vergangenen Sommer kündigte das Disney-Labor eine Kooperation mit dem Augmented-Reality-Startup Magic Leap an. Womöglich testet Iger dort den neuesten Prototypen der ominösen AR-Brille.

Er hoffe, so Iger, dass die verwendete Technologie eines Tages leichter und komfortabler sein werde. Zuletzt gab es Berichte, dass Magic Leap mit der Miniaturisierung der eigenen Technologie Probleme habe.

Ebenso gut könnte die von Iger angesprochenen Star-Wars-Demo die VR-Erfahrung “Trials on Tatooine” für HTC Vive sein. Die ist kostenlos bei Steam verfügbar.

| Featured Image: Disney / Magic Leap

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