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Virtual Reality: Drei Viertel der Entwickler glauben an Erfolg

von Carolin Albrand21. Januar 2016

Ohne gute Software ist die beste Hardware nur ein Briefbeschwerer. Eine neue Umfrage zeigt: Viele Entwickler freuen sich darauf mit und in der virtuellen Realität zu arbeiten.

Insgesamt wurden 2.000 Spieleentwickler weltweit zu den Zukunftstrends der Industrie befragt. Die Befragung wird jährlich im Vorfeld der Game Developers Conference durchgeführt, die dieses Jahr vom 14. bis 16. März in San Francisco stattfindet. Ein deutlicher Trend zeigt sich in der Umfrage: Virtual Reality gewinnt an Popularität.

Während sich in 2015 nur rund sieben Prozent der Entwickler mit Virtual-Reality-Spielen beschäftigten, geben mittlerweile 16 Prozent der Umfrageteilnehmer an, aktuell an einem VR-Projekt zu arbeiten. Ein Großteil dieser Projekte wird für Oculus Rift umgesetzt; Samsung Gear VR, Cardboard, HTC Vive und Playstation VR folgen mit deutlichem Abstand. Nicht berücksichtigt wurde allerdings, dass Anwendungen potenziell auch mit mehreren VR-Brillen kompatibel sein können. Speziell zwischen Oculus Rift und HTC Vive dürfte es eine relativ große Schnittmenge an Titeln geben – das verzerrt die Aussagekraft der Statistik.

Noch interessanter ist aber ein anderes Resultat: Während drei Viertel der Entwickler bereits davon überzeugt sind, dass Virtual-Reality-Spiele sich langfristig am Markt durchsetzen können, glauben immerhin noch 25 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass die virtuelle Realität erneut ein Flop wird. Allerdings geben 17 Prozent der Entwickler auch an, noch nie eine VR-Brille ausprobiert zu haben. Ob es hier eine Schnittmenge gibt und wie groß sie ist, geht aus der Umfrage nicht hervor.

Die Entwickler, die bereits eine VR-Brille ausprobieren konnten, hatten fast immer Oculus Rift auf dem Kopf (77%). Darauf folgen Cardboard (46%), Gear VR (31%) und Playstation VR (21%). Noch weiter abgeschlagen sind HTC Vive (19%) und Microsofts Hololens, die noch besonders exklusiv ist und erst von acht Prozent der Entwickler angetestet werden konnte. Dass Oculus Rift diese Liste einsam anführt, ist mit der relativ weiten Verbreitung der Oculus-Rift-Entwicklerkits zu erklären, die sich weltweit mehr als 175.000 Mal verkauften. Die Statistik zeigt aber auch, dass besonders HTC und Sony noch Nachholbedarf haben, wenn sie Entwickler davon überzeugen wollen, VR-Spiele für die hauseigenen VR-Brillen zu optimieren. Und es untermauert die Annahme, dass, wenn es rein um Software geht, Oculus Rift die aktuell beste Wahl für VR-Spieler ist.

Crytek setzt auf Virtual Reality

Das Entwicklerstudio Crytek (u.a. mit Sitz in Frankfurt am Main) setzt derweil verstärkt auf die virtuelle Realität. Unter anderem kündigte Crytek bereits die Klettersimulation “The Climb” an, die exklusiv zum Launch der VR-Brille Oculus Rift erscheint. Bei “The Climb” sollen Spieler das Gefühl des “Free Climbings” aus der Sicherheit des eigenen Schreibtischstuhls nachempfinden können.

Außerdem kündigte Crytek das neue Förderprogramm “VR First” an, bei dem Studenten VR-Brillen, schnelle PCs und die nötige Software, unter anderem die CryEngine, zur Verfügung gestellt bekommen, um mit neue App-Ideen für Virtual Reality zu experimentieren. Ein Pilotprojekt startet in der Türkei an der Bahçesehir Universität, bei Erfolg soll das Projekt ausgeweitet werden. Laut dem Infovideo geht es bei VRFirst nicht allein um Spiele, sondern auch um Virtual-Reality-Anwendungen in anderen Bereichen wie Filmen, Architektur oder Medizin.

| SOURCE: GDC, Crytek
| FEATURED IMAGE: Flickr, hackny.org, lizenziert nach CC BY-SA 2.0