Die jährliche Umfrage im Vorfeld der Game Developers Conference zeigt, dass der ganze große Virtual-Reality-Hype vorbei ist – der leichte Abwärtstrend kommt auch bei den Entwicklern an. Interesse ist dennoch vorhanden.

Die Mehrheit (59 %) der rund 4500 befragten Spieleentwickler interessiert sich besonders stark für die PC-Plattform. Darauf folgen Sonys Playstation 4 (39 %) und Nintendos Switch (36 %).

VR-Brillen stoßen bei 33 Prozent der Entwickler auf großes Interesse, Augmented-Reality-Brillen geben immerhin 23 Prozent als favorisierte Plattform an – dabei sind wirklich marktreife Geräte noch gar nicht in Sicht.

Weniger VR-Apps in Entwicklung

Obwohl das Interesse für VR bei der Entwicklergemeinde nach wie vor vorhanden ist, sind weniger VR-Spiele in Planung. Nur 17 Prozent möchten ihr nächstes Spiel für Virtual Reality veröffentlichen, im vergangenen Jahr waren es noch 23 Prozent. 19 Prozent der Entwickler geben an, dass ihr aktuelles Spiel für eine VR-Brille erscheint (2017: 24 Prozent). 15 Prozent haben gerade ein VR-Spiel veröffentlicht, im Vorjahr waren es 13 Prozent.

Die Zahlen deuten auf eine leichte Ernüchterung hin, passend zu den schwachen Verkaufszahlen von VR-Brillen in den vergangenen Monaten und den damit verbundenen geringen Aussichten auf gute Umsätze.

Ein leichter Abwärtstrend zeigt sich auch bei den Antworten auf die direkte Frage, ob in der VR- und AR-Entwicklung ein langfristiges Geschäftsmodell steckt. Mit 71 Prozent glaubt zwar die deutliche Mehrheit an das dauerhafte wirtschaftliche Potenzial, aber im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert um vier Prozent gesunken.

Falls das Bauchgefühl der Entwickler stimmt, gibt es keine Aussichten auf ein schnelles Wachstum: Der größte Teil (31 %) schätzt, dass VR- und AR-Systeme bis 2022 erst in jedem zehnten US-Haushalt installiert sind.

HTC Vive unter Entwicklern besonders beliebt

Wie in den Vorjahren ist HTC Vive unter den Entwicklern mit 33 Prozent die beliebteste Virtual-Reality-Brille. Knapp dahinter folgt Oculus Rift mit 26 Prozent. Sonys VR-Brille Playstation VR liegt mit 20 Prozent auf dem dritten Platz.

Recht abgeschlagen sind mittlerweile die mobilen VR-Brillen wie Gear VR, Google Daydream und Cardboard, obwohl sie mit großem Abstand am weitesten verbreitet sind. Entwickler sehen offenbar dennoch keine Perspektive für höhere Umsätze – oder die Enthusiasten-Gemeinde stört sich einfach an den eingeschränkten technischen Möglichkeiten der Smartphone-Halterungen. Dennoch denken fast die Hälfte (42 %), dass mobile VR- und AR-Systeme in fünf Jahren die populärste Plattform sein werden. Die vollständige Befragung ist hier einsehbar.

HTC Vive interessiert Entwickler mehr als Oculus Rift und Playstation VR. Bild: GDC

HTC Vive interessiert Entwickler mehr als Oculus Rift und Playstation VR. Bild: GDC


Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast #111: Astrobot, VR-Isolation und Quest-Zielgruppe | Alle Folgen anhören


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.