The Cell soll eines der ersten VR-Spiele werden, in dem der Spieler vollständig und mit dem ganzen Körper in die Spielewelt eintaucht. Das Spiel selbst erinnert an Filmklassiker wie “The Cube” – man ist in einer Zelle eingesperrt und muss eine Reihe von Rätseln lösen, um sich daraus zu befreien. Umgesetzt wird The Cell von Visualise, einer britischen Firma, die sich auf VR-Anwendungen spezialisiert hat.

Die Entwickler setzen für die Bewegungserkennung nicht auf das Tracking-System Lighthouse von HTC Vive, sondern entwickeln stattdessen lieber ein eigenes, deutlich komplexeres System speziell für Oculus Rift. Dabei kommen Sensoren und Infrarotkameras zum Einsatz, die normalerweise auch für das Motion-Capturing bei Filmproduktionen verwendet werden. Das Ergebnis: Eine fast perfekte 1:1 Übertragung des Spielers in die virtuelle Realität. Allerdings muss der Spieler den notwendigen Rechner im Rucksack mit sich rumtragen. Außerdem muss ein Assistent darauf achten, dass die Kabel nicht zur Stolperfalle werden – elegant ist es noch nicht, aber das haben Prototypen bekanntlich so an sich.

Wenn man in einem Stuhl sitzt und jemanden bei einem Fallschirmsprung zusieht, dann löst dieser Unterschied Übelkeit aus. Unsere VR-Erfahrung ist sehr angenehm für die meisten Menschen, weil der gesamte Körper vor Ort ist und man sich sehr präsent fühlt in der Umgebung. […] Das ist das Ziel von Virtual Reality, dass man sich an einem anderen Ort präsent fühlt. William McMaster, Visualise via Wired

Allein Fingerbewegungen werden nicht exakt erkannt, stattdessen werden nur die Handflächen getrackt – laut der Entwickler wäre dieses Problem lösbar, der Aufwand dafür würde aber nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen. Gedacht ist The Cell nicht für das heimische Wohnimmer sondern eher als VR-Erlebnis für Messen oder in einer Spielhalle. Müsste man zwischen zwei Spielen immer eine Vielzahl von Sensoren austauschen und an jeden einzelnen Finger anbringen, würde das einfach zu lange dauern. Vorgestellt wurde The Cell auf der WIRED 2015 Konferenz. Ein ähnliches Projekt ist auch bei AtomicVR in der Mache, dort hat ein Star-Wars-Fan sogar ein kabelloses VR-Erlebnis mit vollständiger Körpererkennung gebaut. Beide Ansätze ähneln VR-Spielhallen wie The Void, die in großen Hallen Virtual-Reality-Erfahrungen für mehrere Personen möglich machen wollen (Lies dazu auch: Das Comeback der Arcade dank Virtual Reality).

[bctt tweet=”Komplette #Immersion in The Cell. #virtualreality”]

| SOURCE: Wired
| FEATURED IMAGE: Vimeo: Visualise

Wenn Du die Artikel auf VRODO hilfreich und interessant findest, dann unterstütze uns bitte, indem Du Deinen Werbeblocker für unsere Seite deaktivierst. Alternativ kannst Du bei Deinem nächsten Amazon-Einkauf unseren Amazon-Link nutzen. Der Kaufpreis für Dich bleibt gleich, aber wir bekommen einen kleinen Anteil daran gutgeschrieben (Mehr dazu, Affiliate-Links sind z.T. auch direkt in Artikeln enthalten). Danke!