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Imax investiert gemeinsam mit Partnern 50 Millionen USD in VR-Inhalte

von Matthias Bastian11. November 2016

Update vom 11. November:

Gemeinsam mit Acer und weiteren Partnern stellt Imax einen Investmentfond von 50 Millionen US-Dollar für VR-Inhalte bereit. Das Geld soll über alle Plattformen hinweg in die Entwicklung von mindestens 25 neuen Virtual-Reality-Erfahrungen fließen. Zu diesen Plattformen zählen auch die geplanten Imax VR-Center. Der Zeitraum für die Entwicklung der neuen Inhalte ist auf drei Jahre festgelegt.

In der Pressemeldung heißt es, dass Imax bereits mit bekannten Filmemachern und führenden Persönlichkeiten aus der Kreativbranche zusammenarbeite. Ziel sei die Kreation von Premiuminhalten mit Event-Charakter.

Ursprüngliche Meldung vom 12. Oktober 2016: Erstes Imax VR-Center in Europa eröffnet noch 2016

Imax und Starbreeze machen Ernst: Noch in diesem Jahr sollen die ersten beiden VR-Center eröffnen. Vier weitere folgen in 2017.

Das besonders immersive Entertainment hat sich Imax schon immer auf die Fahne geschrieben. Bislang wurde dieses mit Mammut-Displays in riesigen Kinosälen umgesetzt. Mit Virtual Reality geht es in die entgegengesetzte Richtung. Benötigt werden nur mehr zwei kleine Displays, die in in der VR-Brille StarVR von Starbreeze verbaut sind.

Das erste VR-Imax-Center wird in diesen Tagen in Los Angeles aufgebaut und soll in Kürze eröffnen. Europa geht nicht leer aus: In Manchester folgt bis Jahresende ein zweites Imax-Center mit VR-Entertainment. Weitere VR-Center in China, Japan, den USA, dem mittleren Osten und Westeuropa starten in den kommenden Monaten. Sie sollen nicht nur in IMAX-Kinos, sondern auch in Einkaufszentren, Multiplex-Kinos und an ähnlichen Orten eingerichtet werden.

Diese ersten Stationen dienen als Testballons, um technische Fehler auszumerzen und die Reaktionen des Publikums zu bewerten.

“Wir machen diese Pilotprojekte überall auf der Welt, weil wir wissen müssen, was die Kunden wollen, bevor wir sehr viel Kapital investieren”, sagt Imax-Chef Richard L. Gelfond gegenüber Variety. Virtual Reality sei für Produktionsstudios und Aussteller gleichermaßen eine signifikante Einnahmequelle. Jetzt suche man nach neuen Wegen, um die Inhalte über verschiedene Plattformen hinweg zu monetarisieren.

Es gäbe viele gute Gründe, den VR-Markt abwartend zu beobachten, so Gelfond. Aufgrund der eigenen Marke und der guten Beziehungen zu Studios habe man sich jedoch dazu entschieden, früh auf das neue Medium zu setzen. “Ich möchte nichts vortäuschen, wir kennen auch nicht alle Antworten. Es wird sich auf eine eigene Art entwickeln und wir hoffen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.”

VR-Pods statt Kinosessel

Die VR-Erlebnisse finden nicht auf einer freien Fläche statt, sondern in einzelnen “Pods” – also abgeschirmten Bereichen – die für einen oder mehrere Nutzer ausgelegt und für die “Mobilität und Interaktion in Virtual Reality optimiert sind”. In den Pods kommt die VR-Brille StarVR von Starbreeze zum Einsatz, die mit einer Auflösung von 5K und einem Sichtfeld von 210 Grad gegenüber Oculus Rift, HTC Vive oder Playstation VR auftrumpfen kann. Produziert wird die Hardware von Acer.

Imax verspricht “immersive und multidimensionale VR-Erfahrungen”, die auf bekannten Entertainment- und Gamingfranchises beruhen. Angeboten wird eine Auswahl an interaktiven VR-Erlebnissen und Videos, die zwischen fünf und 15 Minuten dauern. Die Inhalte stammen zum Teil direkt aus Hollywood oder werden von Spieleentwicklern beigesteuert, unter anderem direkt vom Kooperationspartner Starbreeze.

Von Michael Bay kommt eine VR-Erfahrung zu “Transformers: The Last Knight” und die Russo-Brüder adaptieren “Avengers: Infinity War” für die VR-Brille. Ergänzend arbeitet das Imax-Team mit Googles 360-Grad-Kamera, um VR-Filme auf Kinoniveau zu produzieren.

| Featured Image: Starbreeze | Via: Variety