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Virtuelle Gebäudeplanung

von Matthias Bastian2. September 2015

Das US-Bauunternehmen McCarthy zeigt welche Rolle virtuelle Darstellungsformen zukünftig im Arbeitskontext haben könnten. Bereits seit einigen Jahren setzt das Unternehmen VR- und AR-Technologien ein, um die Gebäudeplanung effizienter zu gestalten. Das macht Sinn: Änderungen an einer virtuellen Vorlage sind deutlich einfacher und günstiger umzusetzen als am realen Gebäude. 2013 wurde McCarthy unter anderen für eine Augmented-Reality-Anwendung für Tablets ausgezeichnet, die relevante Baudaten bei der Gebäudebesichtigung als Einblendung direkt auf Bauabschnitten und Einrichtungsgegenständen anzeigt.

Mit Oculus Rift virtuelle Gebäudemodelle vorab besichtigen

Mittlerweile setzt McCarthy auch auf immersive Virtual-Reality-Technologien, um Kunden schon vorab die Möglichkeit zu geben das geplante Gebäude zu besichtigen. In Zusammenarbeit schaffen es Ingenieure und Entwickler herkömmliche Bauzeichnungen und -modelle durch VR-Simulationen zu ersetzen. Der große Vorteil: In der virtuellen Realität hat man im Gegensatz zum reinen Modell eine sehr exakte Vorstellung von Dimensionen. Wie hoch ist die Decke, wie groß sind die Fenster, wie fällt das Licht, wie ist die Atmosphäre eines Raumes – all diese Informationen können mit VR-Brillen und immersiven Darstellungen viel besser vermittelt werden als mit klassischen Illustrationen und Modellen. Dimensionen und Distanzen werden in Virtual Reality  Kunden können so störende und fehlende Elemente besser identifizieren und noch vor der Bauphase intervenieren.

Inneneinrichtung gemeinsam mit dem Kunden im virtuellen Praxistest planen

Auch für die Inneneinrichtung bietet Virtual Reality Potenzial. Während des Neubaus eines Krankenhauses machte McCarthy Tests mit Krankenschwestern und Ärzten. Sie wanderten mit VR-Brillen durch eine virtuelle Vorlage des Gebäudes und konnten so vorab bestimmen, wo welche Geräte und Einrichtungsstücke platziert werden sollen.

In einer Krankenhausumgebung ist es wichtig, dass der Patient schnell und mit Vorsicht transportiert werden kann, dass Ärzte und Personal schnellen Zugriff auf die Ausrüstung haben und dass die Patienten zufrieden sind. Einfache Entscheidungen wie die Platzierung von Kabeln an der Wand oder eines Mülleimers, der Abstand zwischen Betten oder die Möblierung können sehr wichtig sein. Wir konnten in diesem Projekt sehr viel Zeit sparen, weil wir Entscheidungen früher treffen konnten, ohne uns im Kreis zu drehen oder die Einrichtung im Nachhinein zu ändern. Mike Oster, Vizepräsident McCarthy

Gegenüber dem US-Wirtschaftsmagazin Fortune beschreibt Oster den Einsatz von VR-Technologien als vollen Erfolg. So würden seitdem Projekte schneller bewilligt und insgesamt gäbe es mehr positive Rückmeldungen der Kunden.

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| SOURCE: McCarthy
| VIA: Fortune