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Xbox Scorpio: Spezifikationen enthüllt, nichts Neues zur VR-Unterstützung

von Matthias Bastian6. April 2017

Update vom 6. April 2017:

Die britische Spieleseite Eurogamer enthüllte die technischen Spezifikationen der neuen Xbox-Konsole. Das Gerät bietet die von Microsoft versprochenen 6 Teraflops Leistung. Das sind rund 1,8 Teraflops mehr als die Playstation 4 Pro.

Eurogamers Techspezialist Richard Leadbetter schreibt, dass die Leistung der Grafikkarte etwa auf dem Niveau einer GTX 1070 liegen dürfte, hinzu kommen 12 GB sehr schnellen Arbeitsspeichers. Damit dürfte die neue Konsole mehr als genug Leistung für VR-Anwendungen bieten.

Microsoft verriet weder den endgültigen Namen noch den Preis der Konsole. Leadbetter rechnet aufgrund der verbauten Komponenten mit einem Preis von circa 499 US-Dollar. Das entspricht dem Startpreis der Xbox One.

Microsoft sagte Eurogamer gegenüber nichts über eine mögliche VR-Unterstützung. Ob und inwiefern die neue Xbox VR-Brillen unterstützen wird, das wird man spätestens am 11. Juni 2017 erfahren. An diesem Tag wird die Konsole auf der E3 offiziell vorgestellt.

Eurogamer hat eine Übersicht der neuen Fakten zusammengestellt, die man hier finden kann.

Update vom 16. Februar 2017:

Microsoft hat per Twitter bekanntgegeben, wann die hauseigene Pressekonferenz auf der E3 stattfinden wird:

Es ist gut möglich, dass Microsoft die größte Spielemesse der Welt zum Anlass nimmt, um die nächste Xbox-Konsole offiziell vorzustellen. Spätestens dann sollten wir wissen, wie es um die VR-Unterstützung steht.

Update vom 25. Januar 2017:

Einem Nutzer des Gaming-Forums NeoGAF ist aufgefallen, dass das Feature “High Fidelity VR” von der offiziellen Internetseite von Microsofts kommender Spielekonsole gestrichen wurde. Das könnte darauf hindeuten, dass Microsoft auf die VR-Unterstützung verzichten will.

Auf der E3 im Juni 2016 wurde die Konsole noch als Gerät beworben, das für Virtual Reality ausgelegt sei. Damals wurde auch eine Scorpio-Version von Fallout 4 VR angekündigt. Microsofts neue Spielekonsole soll Ende des Jahres erscheinen.

Ursprünglicher Artikel vom 13. Juni 2016: Virtual Reality für die Xbox: Scorpio kommt mit Fallout 4 VR

Aus Gerüchten werden Tatsachen: Project Scorpio ist wahr und wird die nächste Xbox. Die Konsole kommt Ende 2017 und bietet auch Unterstützung für Virtual-Reality-Brillen. Der genaue VR-Partner steht aber noch nicht fest.

Laut Microsofts Xbox-Teamchef Phil Spencer soll “Scorpio” die leistungsfähigste Konsole werden, die jemals gebaut wurde. Kein Kunststück, das Gerät erscheint ja auch erst Ende 2017. Unter anderem soll in der neuen Konsole ein Prozessor mit acht Kernen und eine GPU mit 6 Teraflops Rechenleistung arbeiten. Phil Spencer: “Diese Konsole wurde speziell für 4K-Gaming und Highend-Virtual-Reality entworfen.”

Eine eigene VR-Brille von Microsoft wurde zwar nicht gezeigt, aber das ist offenbar auch nicht der Plan der Redmonder. Die neue Konsole scheint so offen konstruiert zu sein, dass man gängige PC-Brillen daran anschließen kann. Darauf deutet unter anderem die Bekanntgabe einer Scorpio-Version von Fallout 4-VR an, das kurz zuvor von Bethesda bislang exklusiv für HTC Vive angekündigt wurde.

Microsofts neue Strategie lautet nämlich: Spielekompatibilität über alle Plattformen hinweg. “Wir spielen Spiele auf mehr als nur einem Gerät und wir wollen diesem Anspruch gerecht werden”, sagt Phil Spencer. Alle auf der E3 angekündigten Spiele laufen sowohl auf der alten als auch der neuen Xbox-Konsole, mit Windows 10-Computern und im Falle der Minecraft-VR-Version für Gear VR sogar zwischen verschiedenen Ökosystemen (Windows, Xbox, Android, Oculus). Sollten Virtual-Reality-Spiele auf Windows-10-Basis unterstützt werden, dann könnte auch Facebooks Oculus Rift mit der neuen Xbox-Konsole kompatibel sein; entsprechende Gerüchte gab es schon im Vorfeld der E3 2016.

Seitens Microsoft wäre das ein cleverer Schachzug, der ausreichen sollte, um Sonys Playstation VR zu kontern. Allerdings sind die Redmonder noch nicht dazu bereit, einen VR-Partner offiziell zu benennen. Xbox-Chef Spencer bezeichnet Scorpio allerdings als “sehr attraktive Plattform” für VR-Unternehmen, die bereits am Markt aktiv sind. “Wir haben die Plattform so gebaut, dass man etwas einstecken kann und es funktioniert einfach.”

Generell könnte die VR-Industrie enorm von dieser Ankündigung profitieren: Wenn Microsoft eine einfach zu bedienende, verhältnismäßig günstige Plattform in die Wohnzimmer vieler VR-Interessierten stellt, die leistungsfähig genug ist, um gängige Virtual-Reality-Brillen mit hochauflösenden Inhalten zu befeuern, dürfte das dem Abverkauf von Hard- und Software nur dienlich sein.

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| Featured Image: Microsoft (Screenshot)

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