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Virtual Reality für Gruppen: Zehn Personen auf 2500qm

von Matthias Bastian27. Mai 2016

Das US-Unternehmen WorldViz demonstriert eine VR-Lösung, die bis zu zehn Personen auf einer Fläche von 50 x 50 Metern tracken und in Virtual Reality übertragen kann – in Echtzeit, mit Submillimeter- Genauigkeit und ohne spürbare Verzögerungen. WorldViz nennt das “Warehouse-Scale-VR”, im Kontrast zum “Room-Scale-VR”-Feature von HTC Vive.

Gedacht ist das System natürlich nicht für den Privatverbraucher, sondern für Unternehmen, die spezielle Entertainment- oder Business-Lösungen für mehrere Personen mittels VR umsetzen wollen. Als Anwendungsgebiete nennt WorldViz die üblichen Verdächtigen: Forschung, Architektur, spezielle Trainingsangebote oder das Produktdesign.

Ab Juni soll das WorldViz-System in Unity und die Unreal Engine 4 integriert werden, um es Entwicklern einfacher zu machen, Software für Warehouse-Scale-VR zu bauen. Unterstützt wird jede erdenkliche VR-Brille, von Oculus Rift über HTC Vive bis Google Cardboard – es können auch unterschiedliche Brillen in der gleichen VR-Umgebung simultan eingesetzt werden.

Das komplett autarke Motion-Tracking-System verlässt sich dabei nicht auf das Standardtracking der Brillen, sondern setzt spezielle Trackingkameras ein, die für die Bewegungserkennung optimiert sind und Positionsinformationen mit 240Hz erkennen.

Damit das System weiß, welche Bewegungen es tracken soll, müssen spezielle, sehr leichte Sensoren an Brillen und anderen zu trackenden Objekten angebracht werden. Für das Handtracking wird ein rudimentärer 3D-Controller mitgeliefert. Ähnlich funktioniert auch die VR-Spielhalle “The Void”, bisher aber nur für maximal drei Spieler.

Der Einstiegspreis für das WorldViz-System liegt bei 15.000 US-Dollar, abhängig davon, wie viele Kameras und Sensoren benötigt werden.

| Source: Venturebeat | Featured Image: WorldViz (YouTube-Screenshot)