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Virtual Reality für Macs: Apple unterstützt HTC Vive und Steam VR *Update*

von Matthias Bastian7. Juni 2017

Update vom 7. Juni 2017:

Wer dem Apple Developer Program angehört, kann die externe Grafikkarte ab sofort bei Apple bestellen. Der Preis liegt bei 599 US-Dollar. Käufer erhalten einen Gutschein für HTC Vive im Umfang von 100 US-Dollar. Verbaut ist eine AMD Radeon RX 580 mit 8GB Videospeicher. Angeschlossen wird das Gerät per Thunderbolt.

Wie eine Twitternachricht zeigt, ist das Gehäuse ungewöhnlich groß und wuchtig:

Ursprünglicher Artikel vom 5. Juni 2017: Virtual Reality für Macs: Apple unterstützt HTC Vive und SteamVR

HTC Vive wird die Mac-Brille für Virtual Reality. Für HTC ist die Partnerschaft ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Highend-Branchenprimus. Für Apple ist die Ankündigung die erste offizielle Bekenntnis zu Virtual Reality.

Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC kündigt Apple an, dass die neue ab Herbst erhältliche Version von MacOS “High Sierra” Virtual Reality mit HTC Vive unterstützen wird. Wie am PC wird die Vive-Brille auch am Mac mit Valves SteamVR in Betrieb genommen.

Apples VR-Ankündigung richtet sich vorerst an Entwickler, Kreative und an Hollywood, die das VR-Ökosystem für Apple in Gang bringen sollen. Die Mac-Kompatibilität wurde anhand einer neuen Star-Wars-Erfahrung für Filmemacher demonstriert, die bei Lucasfilm entwickelt wird. Ein Regisseur kann eine Szene vorab in Virtual Reality konzipieren.

Macs werden VR-fähig

Um MacOS für Virtual Reality fit zu machen, überarbeitete Apple von Grund auf die hauseigene Grafikschnittstelle Metal. Diese macht das Betriebssystem mit SteamVR, Unity und der Unreal Engine kompatibel und optimiert die Schnittstelle für das Rendering von VR-Grafik. Andererseits wird man per Thunderbolt-3-Anschluss zum ersten Mal eine externe Grafikkarte an Macs anschließen können.

Zu diesem Zweck hat Apple ein Developer Kit entwickelt, das Entwickler ab sofort bestellen können. Es enthält eine AMD Radeon RX580. Die entspricht leistungstechnisch einer Nvidia GTX 1060 und bietet damit genug Leistung für Virtual Reality. Die ansteckbare Grafikkarte ist auch mit Macbooks kompatibel und macht diese zu einem portablen VR-System.

Apple kündigt zudem ein Update seiner stationären iMac-Produktreihe an. Das 27-Zoll-Modell kann man ab sofort mit einer integrierten Radeon RX580 kaufen und ist damit VR-fähig. Dasselbe gilt für das neue Flaggschiff, den iMac Pro, der sich an professionelle Anwender richtet und AMDs neue Vega-GPU verbaut hat. Der Startpreis für das Highend-System liegt bei 4.999 US-Dollar.

HTC baut das eigene VR-Ökosystem aus, gewinnt starke Partner

HTC dürfte sich durch die Apple-Unterstützung darin bestätigt sehen, dass Virtual Reality die nächste große Computerplattform wird. Das Unternehmen arbeitet weiter daran, das eigene VR-Ökosystem auszuweiten.

Mitte Mai kündigte Google ebenfalls im Virtual-Reality-Bereich eine enge Zusammenarbeit mit HTC an. Für Google produzieren die Taiwanesen eine autarke Daydream-Brille, die ab Sommer auf den Markt kommt.

Vor wenigen Tagen tat sich HTC mit Intel zusammen. Die beiden Unternehmen entwickeln gemeinsam ein ultraschnelles Drahtlosmodul für HTC Vive, das schnell genug ist, um hochauflösende VR-Grafiken an die Vive-Brille zu streamen.

Mit Apple gewinnt HTC jetzt einen weiteren großen Partner. Dass Apple sich ausgerechnet HTC Vive ausschaut, ist keine Überraschung. Die zweite Option – Oculus Rift – gehört zum Ökosystem des Konkurrenten Facebook.

| Featured Image: HTC / Apple (Screenshot)