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Virtual-Reality-Hocker funktioniert auch als Controller *Update*

von Matthias Bastian4. November 2015

*Update*: VR GO wurde erfolgreich finanziert. Wer jetzt noch einsteigt kann unter anderem zwischen zwei neuen Farbkombinationen auswählen.

Ursprüngliche Meldung:

Kuriose Eingabegeräte und Zusatzhardware für Virtual Reality gibt es wie Sand am Meer. Der VRGO-Hocker, der gleichzeitig als 360-Stuhl und als kabelloser Controller funktioniert, ist aber wirklich ein völlig neues Konzept. Die Idee dahinter ist aber richtig clever und wirkt durchdacht.

Virtual Reality wird für absehbare Zeit erstmal ein Sitz- oder Stehmedium bleiben. Zwar ist die Technologie, um Bewegungen im ganzen Raum zu erkennen und in die virtuelle Realität zu übertragen, schon da, aber es scheitertet am profanen Alltag: Man stolpert über die Kabel und hat im eigenen Wohnzimmer nicht genug Platz. Mobile Lösungen wie Samsung Gear VR sind zwar schon kabellos, erkennen aber nur Kopf- und keine Körperbewegungen. Sogar Oculus-Rift-Erfinder Palmer Luckey schreibt bei Twitter: “Die Kabel werden leider noch einige Jahre bleiben.”

Bis es also kabellose VR-Lösungen mit ausgereiftem Tracking gibt,wird es noch eine Weile dauern – und bis dahin könnte der VRGO-Hocker eine echt brauchbare Lösung sein. Man kann sich nicht nur wie bei einem einfachen Bürostuhl um die eigene Achse drehen, sondern sich auch nach vorne oder hinten neigen. Aufgrund der kompakten Bauweise sind auch schnelle Bewegungen kein Problem. Der eigentliche Clou: Im Hocker sind Sensoren eingebaut, die Bewegungen erkennen können und die Information per Bluetooth an den PC oder auch mobile Geräte wie Gear VR senden; so wird VRGO zu einer kabellosen, analogen Steuereinheit, das heißt, je weiter man den Hocker beispielsweise nach vorne neigt, desto schneller bewegt sich auch das virtuelle Alter Ego vorwärts. Ob das in der Praxis präzise genug funktioniert ist natürlich noch nicht raus. Wer VRGO kaufen will, sollte sich beeilen: Das Finanzierungsziel ist fast erfüllt, die Early-Bird-Pakete sind trotz einem happigen Preis von 150 Pfund schon ausverkauft. Die Kickstarter-Kampagne hat noch mehr technische Details zur Funktionsweise parat. Ab 2016 soll VRGO an die ersten Besteller ausgeliefert werden.

| FEATURED IMAGE: VRGO