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Virtual Reality: HTC zeigt autarke VR-Brille “Vive Focus” *Update*

von Tomislav Bezmalinovic17. November 2017

Update vom 17. November 2017:

Gegenüber der britischen Webseite VRFocus bekräftigt ein HTC-Sprecher, dass die Daydream-Version von Vive Focus definitiv vom Tisch ist. Eine Veröffentlichung im Westen im kommenden Jahr schließt er jedoch nicht aus: HTC arbeite weiter an den Plänen für die Hardware und teile Neuigkeiten für westliche Nutzer im kommenden Jahr mit.

Falls die VR-Brille hierzulande auf den Mart kommt, dürfte sie nach der Daydream-Absage so wie in China auf Basis von HTCs eigener Store-Plattform Viveport laufen.

Update vom 14. November 2017:

Laut einer Pressemitteilung des VR-Studios Pillow’s Willow soll Vive Focus 2018 zuerst in China und dann im Rest der Welt erscheinen. HTC hat bislang kein Erscheinungsdatum genannt und keinen westlichen Launch für die autarke VR-Brille angekündigt.

Pillow’s Willow arbeitet an einer Portierung des Fantasy-Puzzlespiels “Spark of Light” für Vive Focus und zeigt auf der Vive Developers Conference eine erste Demo des Titels.

Ursprünglicher Artikel vom 14. November 2017:

HTC kündigte auf der Vive Developers Conference in Peking die autarke VR-Brille “Vive Focus” für den chinesischen Markt an. Ob, wann und in welcher Form die westliche Variante erscheint, ist nicht bekannt.

Die VR-Brille beruht auf Qualcomms Referenzdesign und hat alle für den Betrieb benötigte Elektronik verbaut. Das Gerät orientiert sich mittels zwei Kameras im Raum und macht externe Sensoren damit überflüssig. Der Controller wird anders als Oculus’ Santa-Cruz-Prototyp nicht räumlich erfasst und beherrscht nur drei Freiheitsgrade.

Die chinesische Variante der VR-Brille wird HTCs neu angekündigte Entwicklungsplattform “Vive Wave” nutzen, die für mobile VR-Geräte optimiert ist. Sie soll offen und geräteunabhängig sein und Chinas mobile VR-Inhalte unter einem Dach vereinen.

“Als chinesischer Marktführer ist es unsere Pflicht, der Marktfragmentierung entgegenzuwirken und Entwicklern Mittel an die Hand zu geben, mit ihren Inhalten Geld zu verdienen”, sagt Vives China-Präsident Alvin Wang Graylin. Viveport bleibt weiterhin die Vertriebsplattform. Mehr Informationen zu Vive Wave stehen hier.

Keine Daydream-Brille im Westen

Zwölf Hardwarepartner, darunter Pico und Pimax, haben ihre Unterstützung für die Plattform zugesagt. Mehr als 35 Entwicker sollen bereits Inhalte für die mobile VR-Brille erstellt haben. Der Preis und das Erscheinungsdatum wurden noch nicht enthüllt.

Laut der Pressemitteilung hat das Gerät ein AMOLED-Display und einen Snapdragon-835-Chip verbaut, mehr Details zu den Spezifikationen verrät HTC nicht. Würde die VR-Brille Qualcomms Referenzdesign folgen, könnte man mit einem Display rechnen, das mit 2.560 x 1.440 Pixel auflöst und eine Bildwiederholrate von 60 Hertz bietet.

Chinas Vive-Präsident Alvin Wang Graylin sagte bei der Vorstellung der VR-Brille, dass das Gerät für den Einsatz im Bildungsbereich eingesetzt werden und Billigvarianten wie Google Cardboard ersetzen solle.

Die westliche Variante hätte für Googles Daydream-Plattform erscheinen sollen. Dieser Deal ist mittlerweile geplatzt, wie Techchrunch berichtet. Auch Googles Inside-Out-Trackingsoftware “World Sense” kommt nicht mehr zum Einsatz. Ob, wann und in welcher Form eine westliche Variante der autarken VR-Brille erscheint, ist nicht bekannt.

| Featured Image: HTC | Source: Vive Blog / VR Focus / Road to VR

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