Einen Nachteil hat die Aktion allerdings: Mit der VR-Brille auf dem Kopf verpasst man womöglich, wenn der dicke Weihnachtsmann im Schornstein stecken bleibt. Dann fällt Weihnachten für alle aus – und VR ist schuld.

Die US-Division des schwedischen Möbelherstellers Ikea verschenkt VR-Brillen an 14.000 Mitarbeiter. Natürlich kein Highend-Modell wie Oculus Rift oder HTC Vive – das dürfte selbst Ikea zu teuer werden – sondern eine etwas hochwertigere Smartphone-Brille mit integrierten Kopfhörern samt Controller. Jeder Mitarbeiter bekommt zwei dieser Brillen, um das VR-Erlebnis besser mit der Familie teilen zu können.

Das Unternehmen verschenkt die Geräte natürlich nicht ohne Hintergedanken: Das Weihnachtspräsent ist, wenn man so will, Teil der internen Kommunikation. Virtual und Augmented Reality sind zukunftsweisende Technologien für die Einrichtungsbranche. Die visuell außerordentlich starken Medien eignen sich optimal für die Präsentation von neuen Räumen.

VR und AR sind wie wie gemacht für Ikea

Ikea experimentiert bereits seit geraumer Zeit mit VR und AR: Das Unternehmen veröffentlichte früh die offizielle Ikea VR-Erfahrung, in der man mit HTC Vive oder Oculus Rift virtuell eine Küche begehen und individualisieren kann.

Der Möbelhersteller gehörte außerdem zu den ersten Fürsprechen von Apples Augmented-Reality-Initiative rund ums Smartphone. Zum Start von ARKit veröffentlichte Ikea die App Place, mit der man digitale Modelle von Ikea-Möbeln maßstabsgetreu im eigenen Zimmer platzieren und aus allen Winkeln betrachten kann.

Das virtuelle Möbelgucken funktioniert schon jetzt sehr gut – sowohl in VR als auch AR – obwohl die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt. In Kombination mit neuen e-Commerce-Lösungen könnte das verändern, wie wir in Zukunft Einrichtungsgegenstände kaufen.

Was noch fehlt, ist die Materialität und Haptik – wie gut fühlt sich das Holz der Küchenplatte wirklich an? Außerdem müssen Unternehmen ihre Produktionsprozesse für Inhalte auf 3D-Darstellungen optimieren anstatt auf Fotos oder Videos. Bis das geschafft ist, wird noch viel Zeit vergehen.

Ergänzend zu den Apps für Zuhause nutzt Ikea Virtual Reality als interaktive Attraktion im Laden. In zwei einfachen VR-Spielen können Einkäufer Kissen werfen oder Pandas besuchen und dabei erfahren, woher der Bambus für ausgewählte Möbelstücke kommt. Videos dazu gibt es hier.

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