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Virtual Reality: Intel erwirbt Live-Streaming-Spezialisten Voke

von Tomislav Bezmalinovic5. November 2016

Intel investiert weiter in Virtual Reality. Der Chiphersteller arbeitet mit Project Alloy nicht nur an einer eigenen VR-Brille mit Inside-Out-Tracking, sondern versucht auch im Sportgeschäft Fuß zu fassen. Nun hat Intel ein Unternehmen aufgekauft, das sich auf das Live-Streaming von Sportevents in 3D und 360-Grad spezialisiert hat.

Besonderes Interesse hat Intel an der von Voke entwickelten Kameratechnologie namens “TrueVR”, die hochauflösende und verzerrungsfreie 360-Grad-Videos aufzeichnet. Voke, das 2004 gegründet wurde und vom kalifornischen Santa Clara aus operiert, hat damit unter anderem Basketballspiele der NCAA und Modenschauen der New Yorker Fashion Week live in VR übertragen.

Die Übernahme von Voke ist nicht die erste Akquisition von Intel im Bereich des VR-Sportstreamings. Im März gab das Unternehmen bekannt, das Startup Replay Technologies erworben zu haben. Replay hat eine Technologie namens “FreeD” entwickelt, die mit Hilfe von 28 UHD-Kameras volumetrische Videos vom Spielgeschehen aufnehmen kann. Auf diese Weise können Kommentatoren nachträglich Spielabläufe aus jedem beliebigen Blickfeld darstellen. Das Video unten führt die Technologie vor.

Der Chiphersteller hat eine eigene Sparte namens “Intel Sports” geschaffen und will längerfristig zum Marktführer im Bereich der VR-Sportübertragung werden. Damit tritt Intel in Konkurrenz zu NextVR, das bereits wöchentlich NBA-Spiele in 3D und 180-Grad überträgt. Die Streams von NextVR und Voke sind derzeit noch Besitzern von Samsung Gear VR vorbehalten.

Was Intel für die Übernahme gezahlt hat, ist nicht bekannt. Die Pressemitteilung kann hier eingesehen werden.

| Featured Image: Voke