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Werde zum Turbo-Schlagzeuger – “Into the Rhythm” ausprobiert

von Tomislav Bezmalinovic21. September 2017

Wer Musikspiele wie Rock Band und Guitar Hero kennt, dem dürfte das Spielprinzip bekannt vorkommen: Man hat einen Notenhighway vor sich und muss zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Noten treffen. Als Instrument dient ein virtuelles Schlagzeugset, auf das man mit den Vive-Controllern oder Oculus Touch einschlägt.

“Into the Rhythm” bietet 20 Musikstücke unterschiedlicher Genres, die für das Schlagzeugspiel optimiert wurden. Am Anfang stehen fünf Tracks elektronischer Tanzmusik bereit, die restlichen müssen nach und nach freigespielt werden. Die Namen der Künstler waren mir nicht geläufig.

Leider kann man nirgends in die komplette Musiksammlung reinhören, um herauszufinden, ob einem die Musik gefällt. Neben elektronischer Musik soll “Into the Rhythm” auch Heavy-Metal-Stücke bieten, bekannte Rocksongs dürften wegen der hohen Lizenzkosten nicht darunter sein.

Mit Hilfe dreier Schwierigkeitsstufen und vier Geschwindigkeiten lässt sich das Niveau der Musikstücke an die eigenen Fähigkeiten anpassen. So kann man komplexe Tracks zuerst in einfacheren Modi lernen.

Für optische Abwechslung sorgen austauschbare Schlagzeugsets und Schlägel. Fünf Drumsets, darunter solche im Halloween- oder Metal-Look, können durch besondere Leistungen freigespielt werden.

Die Umgebung lässt sich ebenfalls austauschen: Statt in einer digitalen Tronwelt kann man in einer Waldlandschaft sitzen. Leider stehen derzeit nur diese beiden Umgebungen zur Auswahl.

Per Editor lassen sich Beatmaps erstellen und teilen

Wer die 20 Songs gemeistert hat, kann in den mitgelieferten Beatmap-Editor vorgefertigte Stücke laden und von Hand mit Schlagzeugnoten versehen. Das kann man innerhalb der Virtual Reality oder in einem separaten Programm auf einem Monitor tun.

Anstatt jede Schlagzeugnote von Hand zu setzen, kann man ein Stück auch einfach abspielen und dazu mit dem Schlagzeug improvisieren. Das Programm merkt sich die Schläge und zeigt sie im Editor an, von wo aus sie weiterbearbeitet werden können.

Laut den Entwicklern kann man auch eigene Musikstücke benutzen. Im 2D-Editor gibt es die Möglichkeit, eigene Wave-Dateien ins Programm zu laden, in der VR-Version konnte ich die entsprechende Option nicht finden.

Ist man mit der erstellten Beatmaps zufrieden, kann man sie in den Steam Workshop hochladen, sodass andere Nutzer die Songs herunterladen und spielen können. Die Entwickler hoffen, dass das Spiel eine stabile Anhängerschaft findet, die eigene Stücke erstellt und teilt. Gelingt das, wollen sie neue Inhalte hinzufügen und Vorschläge der Fans umsetzen.

Into the Rhythm ist seit kurzem bei Steam erhältlich und kostet 19,99 Euro. Für die gebotenen Inhalte ist der Preis etwas hochgegriffen, Schlagzeuger oder Fans von Musikspielen, die selbst Beatmaps kreieren wollen, sollten sich den Titel aber genauer ansehen.

Neben HTC Vive wird auch Oculus Rift unterstützt. Bei Oculus Rift können derzeit noch kleinere Probleme auftreten. Die Entwickler wollen diese so bald wie möglich beheben.

| Featured Image: NTWO Studio

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