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Virtual-Reality-Laufband KatVR wird an Besteller ausgeliefert

von Carolin Albrand12. Januar 2017
Hightech-Laufband mit Premium-Preis

Update vom 12. Januar 2017:

KatVR gibt bekannt, dass die ersten der gleichnamigen VR-Laufbänder in den Versand gehen. Die Kickstarter-Kampagne war bereits im Sommer 2015 erfolgreich, die Auslieferung für April 2016 versprochen. Wie so häufig bei Kickstarter-Projekten wurde es deutlich später.

Vorerst werden nur Besteller aus China beliefert, die internationalen Lieferungen sollen anschließend folgen. In einem Video bei Facebook sieht man einen der ersten Besitzer, der das Laufband in Betrieb nimmt.

Führende Köpfe der VR-Branche wie John Carmack oder Palmer Luckey gehen nicht davon aus, dass sich Laufbänder als Standard für VR-Fortbewegung etablieren können. Explizit ausklammern sollte man den Markt für Virtual Reality außer Haus, beispielsweise in Vergnügungsparks oder Spielhallen.

Für den durchschnittlichen Heimverbraucher sind die Geräte zu teuer, zu sperrig und das Laufgefühl kommt der realen Fortbewegung bestenfalls nahe. Carmack schlägt eine interessante Alternative vor: “Was man wirklich will ist ein Holodeck, einen ganzen Raum, in dem man sich frei bewegen kann.”

Ursprünglicher Artikel vom 2. August 2015: Neues VR-Laufband bei Kickstarter

Bereits drei Wochen vor dem Ende der Kampagne erreicht das VR-Laufband Kat Walk das Finanzierungsziel von 100.000 US-Dollar. Hergestellt wird der Kat Walk vom chinesischen Unternehmen KatVR. Weitere Finanzierungsziele für die verbleibenden drei Wochen wurden noch nicht genannt.

KatVR ist ein VR-Laufband, auf dem sich der Nutzer völlig frei in alle Richtungen bewegen kann. Die Bewegungen werden exakt in die virtuelle Realität übertragen. Das Besondere an KatVR ist die Kombination aus neuartiger Bewegungserkennung mit Spezialschuhen, die Nutzern mehr Bewegungsfreiheit und Stabilität bieten soll als bei vergleichbaren Produkten.

GIF KatVR - ein neues Laufband für Virtual Reality erfolgreich bei Kickstarter finanziert.

Andere VR-Laufbänder wie Cyberith Virtualizer oder Virtuix Omni haben einen festen Rahmen, der auf Bauchhöhe um den Nutzer läuft. Dadurch stößt der Anwender immer wieder an die Grenzen des Geräts – was einerseits einen gewissen Halt bietet, andererseits aber auch ins Bewusstsein ruft, wo sich der Körper in Wirklichkeit befindet.

KatVR stellte in Tests fest, dass die Bewegungsfreiheit unter einer festen Halterung leidet. Der Nutzer kann sich zum Beispiel schlecht ducken oder hinknien. Kat Walk hat daher einen Bauchgurt, mit dem sich der Nutzer an einer Halterung über seinem Kopf befestigt. Diese trägt bis zu 170 Kilogramm.

Über spezielle Schuhe, die Rollen an der Sohle haben, gleitet der Fuß bei jedem Schritt über die glatte Oberfläche zurück in die Mitte der kreisrunden Plattform. Dadurch hat der Nutzer das Gefühl, ganz normal gehen oder rennen zu können ohne dabei auf der Stelle zu laufen. Laut KatVR soll das Laufgefühl natürlich sein und kaum Training brauchen, damit man sich beim Vollspurt durch Virtual Reality sicher und stabil fühlt.

Die Dimensionen von Kat Walk sind noch recht groß, angeblich soll es aber gut verstaubar sein.  Bei einem Gewicht von 75kg ist “gut” aber wohl relativ. Die Entwickler haben bereits Pläne für eine leichtere, kleinere Version des Laufbands.

Wer also kein Ultra-Early-Adopter ist, sollte die Geldbörse erstmal stecken lassen. Die VR-Tretmühle hat einen stolzen Preis: Frühe Geldgeber bekamen Kat Walk noch für 400 US-Dollar. Wer jetzt noch ein Gerät will, muss schon 600 US-Dollar zahlen.

Technische Daten von KatVR, einem Laufband für Virtual Reality.

Technische Daten von KatVR, einem Laufband für Virtual Reality.

Witziges Detail am Rande: Wer etwas tiefer in die Tasche greift, kriegt eine Art Sitz-Hängematte mitgeliefert. Damit kann man entspannt in die virtuelle Realität schaukeln ohne selbst laufen zu müssen.

KatVR - ein neues Laufband für Virtual Reality erfolgreich bei Kickstarter finanziert.

Trailer zu Kat Walk:

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| SOURCE: KatVR
| VIA: Road to VR
| IMAGES: KatVR / Kickstarter
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