Lenovo vermutet Bedarf für Virtual Reality im Klassenraum und unterbreitet Schulen ein Spezialangebot: Sie können bis zu 24 VR-Brillen im Paket kaufen.

VR im Klassenzimmer könnte neue Lernwelten offenbaren, scheitert aber noch an technologischen Hürden. Mobile VR-Brillen mit dem Smartphone bieten eine zu geringe Qualität für anspruchsvolle Lernerfahrungen. Highend-Brillen für den PC sind zu teuer und die Handhabung ist zu aufwendig.

Google und Lenovo wollen mit der autarken VR-Brille Mirage Solo in die Lücke zwischen diesen beiden Geräteklassen stoßen: Sie eignet sich besser für den Einsatz im Klassenzimmer als aktuelle Brillenmodelle, da sie kabellos und sämtliche Hardware im Gehäuse integriert ist, inklusive des Trackingsystems. Das minimiert den Aufwand beim Aufbau und der Handhabung. Außerdem wird kein teurer PC als Zuspieler benötigt.

VR-Komplettpaket fürs Klassenzimmer

Mit dem “Virtual Reality Classroom” liefert Lenovo eine VR-Vollausstattung fürs Klassenzimmer. Das kleinste Paket enthält drei Mirage-Solo-Brillen, das mittlere Paket kommt mit zehn und das größte mit 24 VR-Brillen. Lehrer können die VR-Erfahrungen der Schüler über ein Lenovo-Tablet steuern, der dafür notwendige Wlan-Router ist in jedem Paket enthalten und vorkonfiguriert. Die Garantie auf die Geräte ist in den USA auf 18 Monate verlängert.

Bei der Software bietet Lenovo unter anderem vorinstallierte Lernvideos in 360-Grad und Googles Expeditions-App an für virtuelle Klassenausflüge. Weitere Inhalte können aus Googles Daydream Store heruntergeladen werden. Das Kollegium wird bei der Einführung der Technologie an die Hand genommen, jedes VR-Klassenraumpaket kommt mit Videoanleitungen, monatlichen Webinaren mit Praxisbeispielen und dem Versprechen auf Beratung.

Lenovo will den Virtual-Reality-Klassenraum ab April in den USA und ab Herbst in Kanada verkaufen. Das Einsteigerpaket liegt bei 2899 US-Dollar. Lenovo empfiehlt die VR-Trips für Schüler ab 13 Jahre.

Neben Lenovo und Google drängt HTC mit VR in die Schulklassen, vorerst nur in China. Zum Marktstart der mit Mirage Solo baugleichen autarken Brille Vive Focus schloss HTC ein Geschäft über 150 Millionen US-Dollar ab, sehr wahrscheinlich mit der chinesischen Regierung, um Focus an Schulen und Universitäten zu bringen. Das Unternehmen bietet außerdem ein Zehnerpack HTC-Vive-Brillen speziell für Bildungseinrichtungen an.


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