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Oculus Rift: Lone Echo – Virtuelle Hände, ultrarealistisch animiert

von Tomislav Bezmalinovic16. März 2017

“Lone Echo” bietet ein einzigartiges Fortbewegungsystem, bei dem man allein mit Hilfe seiner Hände durch den schwerelosen Raum navigiert. Um diese Art von Interaktion mit Objekten glaubhaft zu simulieren, haben die Entwickler eine prozedurale Animationsmethodik entwickelt.

In Lone Echo schlüpft man in die Rolle eines K.I.-gesteuerten Roboters namens Jack, der in den Ringen des Saturn von einer Raumstation aus Erze fördert. Geleitet wird die Operation von dem einzig menschlichen Crewmitglied, der Kommandantin Olivia Rhodes, zu der man während des Spiels eine enge Beziehung entwickelt.

Mehr noch als durch seine Geschichte, sticht Lone Echo durch seine einzigartige Fortbewegungsart hervor: Im schwerelosen Raum schwebend, bewegt man sich allein mittels seiner Hände fort, indem man sich von Wänden und Objekten abstößt. Für die glaubhafte Umsetzung dieser Bewegung sorgt die Physiksimulation.

Für diese Art von Fortbewegung haben sich die Entwickler von Astronauten der internationalen Raumstation inspirieren lassen. Diese setzen fast nur die Hände ein, wenn sie durch den schwerenlosen Raum navigieren. Da heutige VR-Technologie nur die Bewegungen der Hände erfasst, ist diese Art von Fortbewegung wie gemacht für Virtual Reality. Journalisten, die das Spiel ausprobieren konnten, zeigten sich begeistert.

Prozedural generierte Animationen

Da die virtuellen Hände in Lone Echo naturgemäß mit vielen Objekten und Oberflächen in Berührung kommen, entwickelte das Studio eine eigene Technologie für deren Animation. Auf der GDC hielt Jake Copenhaver von Ready at Dawn einen Vortrag über das neuartige System und führte es in einem Video vor.

Anders als üblich kommen für Lone Echo nicht einzelne, starre Bewegungsmuster der Hände zum Einsatz. Stattdessen passen sich die virtuellen Hände wie in der Realität dem Gegenstand an, mit dem sie in Berührung kommen. Das System ermöglicht dank prozeduraler Generierung eine unendliche Zahl unterschiedlicher Animationen.

In Lone Echo sieht man nicht nur seine Hände. Die Arme und der restliche Körper sind ebenfalls modelliert und animiert. Da diese Teile des Körpers nicht vom Trackingsystem erfasst werden, stellte deren Animation die Entwickler vor eine besondere Herausforderung. Auch hierfür wurde schließlich ein prozedurales System programmiert. In dem Video unten ist das eindrückliche Ergebnis dieser Bemühungen zu sehen.

Das schwedische Unternehmen Gleechi arbeitet ebenfalls an einer Software, die realistische Animationen der Hände bietet. Das Startup will die “Virtual Grasp” genannte Technologie an Entwickler lizenzieren.

| Featured Image: Ready at Dawn | Source: Road to VR

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