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Virtual Reality: Microsoft launcht Windows Holographic in 2017

von Matthias Bastian17. August 2016

Ein Update in 2017 soll Windows fit machen für räumliche Computer in der virtuellen Realität. Dann kann man Windows 10 mit Oculus Rift oder Hololens nutzen – ohne Zusatzprogramme.

Anfang 2015 kündigte Microsoft erstmals Windows Holographic an. Diese spezielle Version des Betriebssystems wird eigens für räumliche Computer entworfen und soll – ähnlich wie Windows für Desktop-PCs – das neue Standard-OS für Mixed Reality werden. Mixed Reality bedeutet in diesem Fall: Sowohl Virtual-Reality-Hardware wie HTC Vive oder Oculus Rift als auch Augmented-Reality-Brillen wie Hololens sollen auf einer gemeinsamen Windows-Plattform laufen und in Kombination genutzt werden können.

Im Rahmen der Intel-Entwicklerkonferenz gab Microsoft nun bekannt, dass die bestehende Version von Windows 10 im kommenden Jahr mit der Holographic Shell aktualisiert wird. Das neue Feature wird wesentliche Funktionen von Windows 10 mit VR- und AR-Brillen kompatibel machen. Die Demo im Video unten erinnert an Virtual Desktop oder Googles Envelop VR, also Programme, die es ermöglichen, den Desktop-PC in der VR-Brille zu nutzen. Aufgrund der tieferen Integration der Holographic Shell direkt im Betriebssystem dürfte Microsoft aber langfristig mehr Anwendungsszenarien bieten.

“Für Entwickler bedeutet das, dass Apps für Windows Holographic mit dem Selbstbewusstsein geschrieben werden können, dass sie mit einer Reihe von Geräten funktionieren”, schreibt Windows-Chef Terry Myerson im offiziellen Blog des Unternehmens. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum von Windows Holographic nannte Microsoft bei der Ankündigung nicht.

Eine Vision aus der Marketingabteilung für das neue Mixed-Reality-OS zeigte Microsoft bereits Anfang Juni. Die neue Demo im Video unten sieht deutlich realistischer aus und erinnert an Features bereits erhältlicher Desktop-Anwendungen für die VR-Brille. Anstatt vor einem einzelnen Monitor zu sitzen, kann man sich im virtuellen dreidimensionalen Raum mit einer beliebigen Anzahl an Monitoren und Anwendungen umgeben und direkt mit 3D-Objekten interagieren. Ähnlich wie bei Virtual Desktop scheint der stufenlose Wechsel in ein 360-Grad-Video möglich zu sein.

| Source: Microsoft | Featured Image: Microsoft (Screenshot)