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Virtual Reality: Neue VR-Brille Infinitus Prime tVR löst mit 5K auf

von Matthias Bastian8. Mai 2016

Fast aus dem Nichts stellen die beiden Unternehmen Delion Global (UK) und Quanti (Tschechien), die sich gemeinsam “Infinitus Global” nennen, eine neue VR-Brille vor: Infinitus Prime tVR beeindruckt mit hoher Auflösung und weitem Sichtfeld und ist in erster Linie für die Industrie und die Bildung gedacht.

Die VR-Brille wurde in den vergangenen drei Jahren von den rund zwanzig Mitarbeitern der beiden Unternehmen gemeinsam entwickelt. Technisches Highlight sind die beiden IPS-LCDs mit einer massiven 5K-Auflösung (5.120 x 1.440 Pixel) und einem Sichtfeld von 140 Grad. Das Sichtfeld soll bis zum Launch im August 2016 sogar noch etwas weiter werden. Consumer-Brillen wie Oculus Rift oder HTC Vive bieten im Vergleich nicht einmal die Hälfte der Auflösung und auch das Sichtfeld ist deutlich enger. Für das Tracking werden interne Sensoren wie bei Samsung Gear VR verwendet, über eine externe Trackinglösung ist noch nichts bekannt. Eine zusätzliche 4K-Kamera soll aber in Entwicklung sein. Das Gewicht der Brille liegt noch bei rund 500 Gramm, bis zum Launch soll Infinitus Prime aber noch etwas leichter werden.

Einzig die Bildwiederholrate der Prime-Brille ist noch nicht Highend, sie liegt nur bei maximal 60 FPS, während Oculus Rift und Co. 90 Bilder pro Sekunde darstellen. Eine hohe Bildwiederholrate ist wichtig für Virtual Reality, denn umso flüssiger die virtuelle Realität dargestellt wird, desto lebensechter wirkt sie und desto geringer sind die Latenzen. “Die Refreshrate ist uns sehr wichtig, aber die Bildqualität war unsere Priorität, da die VR-Brille in erster Linie nicht für Gaminging gedacht ist”, sagt Howard Thompson, Geschäftsführer bei Infinitus Global. Um aufwendige Simulationen und Grafiken bei 5K anzuzeigen, wird auch bei einem 60hz-Display schon enorm viel Rechenleistung benötigt.

Thompsons Unternehmen möchte mit der neuen VR-Brille in erster Linie die Industrie und den Bildungssektor als Zielgruppe ansprechen. Bei einem Preis von 3.000 US-Dollar würde wohl auch kaum ein normaler Kunde auf die Idee kommen, die VR-Brille für den Heimgebrauch zu kaufen. Anwendungsgebiete soll es im Marketing, speziell im Einzelhandel, der Konstruktion, im Design, bei der Büroarbeit und der Lehre und Ausbildung, der Medizin oder generell bei “Out of home”-VR geben. Unter anderem ist Infinitus Global mit einer japanischen Schule im Gespräch, die VR-Kurse anbieten möchte.

Unternehmen soll außerdem eine “White Label”-Version der Prime-Brille zur Verfügung gestellt werden, bei der nur die Technologie eingekauft und anschließend unter eigener Marke weiterverwertet wird. Infinitus Global bietet beim Einkauf verschiedene Optionen, um die Optik der Brille an das Corporate Design anzupassen – natürlich gegen entsprechenden Aufpreis. Mehr Informationen soll es demnächst auf der offiziellen Webseite geben.

| Source: VR Related | Featured Image: Infinitus Global