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Virtual Reality: Obduction VR erscheint für Playstation VR und HTC Vive

von Matthias Bastian8. November 2016

Update vom 8. November 2016:

Soeben wurde bekannt, dass Obduction VR nächstes Jahr für Playstation VR und HTC Vive erscheinen wird. Der Entwickler Cyan wird zudem eine Unterstützung für raumfüllendes Tracking und die 3D-Controller von Oculus Rift, Playstation VR und HTC Vive einbauen. Besitzer einer Playstation 4 werden das Spiel auch in der 2D-Version spielen können.

“Wir starten durch mit VR”, sagt Rand Miller, der CEO von Cyan. “Mit der Playstation erhalten sehr viel mehr Leute die Möglichkeit, unser Spiel zu spielen. Ich bin verblüfft, wie gut das Spiel auf der Konsole aussieht.”

Update vom 26. Oktober 2016:

Cyan hat auf seiner Kickstarter-Seite bekanntgegeben, dass Obduction VR für Oculus Rift an Halloween (31. Oktober) erscheint. Wer die Kickstarter-Kampagne unterstützt hat, wird das Spiel etwas früher und zwar bereits am 28. Oktober spielen dürfen. Einzelheiten dazu finden sich auf der Kickstarter-Seite des Projekts.

Ob das Spiel für andere VR-Systeme erscheinen wird, ist weiterhin unklar.

Ursprünglicher Artikel vom 29. August 2016:

Obwohl die Virtual-Reality-Version von Obduction in letzter Minute verschoben wurde, glauben die Entwickler, dass das Spiel erst in der VR-Brille das volle Potenzial entfaltet.

Wer mit Videospielen in den 90er-Jahren aufgewachsen ist, der ist wohl kaum an den Arbeiten der Miller-Brüder vorbeigekommen. Speziell das Erstlingswerk Myst teilte die Spielergemeinde. Entweder man liebte den bildgewaltigen Rätselspaziergang – oder hasste ihn. Eine Zwischenstufe war kaum möglich. Mit Obduction bringen die Millers einen spirituellen Nachfolger, der laut den Entwicklern für die maximale Immersion mit der VR-Brille gespielt werden sollte.

Das Spiel ist für den herkömmlichen Monitor bereits erhältlich, die Unterstützung für Oculus Rift verzögerte sich kurzfristig am Launchtag. Unabhängig von diesem Last-Minute-Rückzug ist Miller davon überzeugt, dass Obduction in Virtual Reality die immersivere Version ist. Die Welt solle sich lebendiger anfühlen und die VR-Brille würde sich besonders gut für Spiele eignen, in denen der Schwerpunkt auf Exploration liege, sagt Miller gegenüber Gamasutra.

Entspannter erforschen mit VR-Brille

“In Virtual Reality nehmen sich die Menschen viel mehr Zeit, um sich alles anzuschauen. Es ist fast so, als würden die Texturen auf den Steinen und Wänden oder kleine Details in den Türen lebendig sein, weil sie mehr Tiefe und den richtigen Maßstab haben. Man kann Gegenstände aus allen Blickwinkeln betrachten. Und das ist ein befriedigendes Gefühl. Es macht einen langsamer.”

Die neue Technologie sieht Miller als besonders ausgereiften Weg, um das Gefühl von Präsenz in einer virtuellen Umgebung zu erzeugen. Es spreche die natürlichen Sinne an, um eine Welt im Kopf des VR-Brillenträgers zu konstruieren.

Als Beispiel nennt Miller die Begegnung mit einer gewöhnlichen Tür. In der Monitorversion würde man daran rütteln, feststellen, dass sie verschlossen ist und sich wieder umdrehen. In der VR-Version würde man die verschlossene Tür genau begutachten, das Türschloss untersuchen und mehr Details wie Gravuren oder abblätternde Farbe bemerken.

Abstriche mussten die Millers bei der Fortbewegung machen. Um VR-Übelkeit zu verhindern, teleportiert man sich – fast wie früher bei Myst und Co. – via Gamepad an vorgegebene Stellen, anstatt mit dem Joystick flüssig durch die virtuelle Rätselwelt zu marschieren. Spieler mit sehr stabilem Magen können die herkömmliche Fortbewegung auf eigenes Risiko aktivieren.

Die VR-Version für Oculus Rift erscheint “in den kommenden Wochen”. Unter anderem soll die Benutzerführung noch optimiert werden. Auch eine Version für HTC Vive ist möglich, falls der Abverkauf des Spiels gut läuft und die finanziellen Ressourcen für einen Port auf das 3D-Interface vorhanden sind.

| Featured Image: Cyan Games