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Virtual Reality: Perfekter VR-Daddy dank Gear 360

von Matthias Bastian25. Mai 2016

Samsung will mit dem neuen Virtual-Reality-Ökosystem, bestehend aus der VR-Brille Gear VR, einem Galaxy-Smartphone der S7-Serie und der Gear-360-Kamera, bekanntlich verändern, wie Menschen Erinnerungen speichern. Wie das konkret aussehen könnte, das zeigt der neue Werbespot. Ein Vater, der sich rein aus Liebe zwischen tausende kreischende Teenies zwängt, nur um ein Boygroup-Konzert in 360-Grad aufzuzeichnen und es seiner erkälteten Tochter mit nach Hause zu bringen – der perfekte VR-Daddy, eben.

Schon in der Vergangenheit griff Samsungs Marketingabteilung wiederholt VR-Themen auf. Unter anderem zeigte das Unternehmen virtuelle Ausflüge mit Wesley Snipes und Lil Wayne, bei der #BeFearless-Kampagne sollen junge Menschen mittels VR-Medien ihre Ängste überwinden und das neue S7-Smartphone wurde von den Koreanern gar als “Virtual-Reality-Maschine” positioniert: “It’s not a phone, It’s a Galaxy.”

Dennoch kranken die bisherigen Werbeversuche noch daran, dass sich das VR-Erlebnis an sich nur schwerlich mit herkömmlichen 2D-Bildern verkaufen lässt. Unter Umständen wirken die Spots sogar abschreckend, denn eine VR-Brille auf dem Kopf ist noch immer kein Schönheitsideal. Der neue Spot zeigt neben Videos und Games immerhin ein komplett neues Anwendungsszenario, das im Markt durchaus auf Interesse stoßen könnte.

Gear 360: Launch verzögert sich offenbar, internationale Version verfügbar

Die im Spot vorgestellte 360-Kamera Gear 360 scheint sich derweil zu verspäten. Zwar ist die internationale Version der kleinen Kugelkamera bereits bei Amazon US erhältlich (keine Garantie, Anleitung auf Koreanisch, kein direkter Versand nach Deutschland), aber den zuvor angekündigten Launchzeitraum ab Ende Mai / im zweiten Quartal 2016 wird Samsung möglicherweise verpassen. Erste Online-Shops in den USA verschieben das Lieferdatum bereits in das dritte Quartal 2016, Samsung Niederlande gibt den 10. Juni an. Grund für die Verzögerung könnten eine Reihe von Erdbeben in Japan sein, die die Produktion der Sony-Kamerasensoren behinderten.

Gear 360 hat zwei CMOS 15MP Fischaugen-Linsen mit einer Blende von f/2.0 verbaut, die Videos mit 30 Bildern pro Sekunde und einer Auflösung von 3840×1920 Pixeln aufnehmen können. 360-Fotos werden mit bis zu 30 Megapixel (Auflösung: 7776 x 3888) aufgenommen. 3D-Aufnahmen sind leider nicht möglich. Alle technischen Details zur Gear 360-Kamera gibt es hier, ein erstes Unboxing ist hier zu sehen.

| Via: VRScout | Featured Image: Samsung (Screenshot bei YouTube)