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Virtual Reality: “Resident Evil VR” kommt in die Spielhalle *Update*

von Matthias Bastian9. April 2016

Update vom 12. April 2016:

Laut einem Statement von Capcom handelt es sich bei dem VR-Spiel für Hub Zero nicht um “Resident Evil: Bio -Terror”, sondern um den Titel “Timed Zombies”, der keinen Bezug zum Resident-Evil-Franchise hat. Resident Evil: Bio-Terror soll aber dennoch Teil des Hub Zero Gaming-Parks sein und wird von Capcom als “Attraktion” beschrieben.

Ursprünglicher Artikel:

Resident Evil schafft den Sprung in Virtual Reality. Die VR-Variante der beliebten Serie wird aber vorerst nur in einer Hightech-Spielhalle in Dubai präsentiert.

Schon im Geschäftsbericht 2015 kündigte Capcom an, in Zukunft verstärkt auf Virtual-Reality-Games setzen zu wollen. Unter anderem entwickelte das Studio bereits das VR-Horrorerlebnis “Kitchen” für Playstation VR. Immersiver Horror in Virtual Reality ist offenbar das nächste große Ding für Capcom: “Aktuell konzentrieren wir uns auf den Virtual-Reality-Markt. In dieser unheimlichen Welt kann man sich drehen und wenden wie man will, aber es gibt kein Entkommen von den Kreaturen, die auf einen zukommen – natürlich nur, bis man die VR-Brille abzieht und in die Realität zurückkehrt. Mit ‘Kitchen’ haben wir genau diese Erfahrung in einer Techdemo präsentiert. Und das Feedback war exzellent. Jetzt entwickeln wir eine neue Engine, die VR unterstützt, das heißeste Thema am Markt, und arbeiten gleichzeitig an neuen Titeln für die aktuelle Konsolengeneration. Die Reise geht gerade erst los.”

Jetzt werden Capcoms Planungen für Virtual Reality konkrekt und das Unternehmen bringt eine der beliebtesten und wichtigsten Serien der Spielebranche in die virtuelle Welt: Resident Evil. Die Virtual-Reality-Variante trägt den Untertitel “Bio-Terror” und ist ein Arcade-Ballerspiel, ähnlich wie Segas Klassiker “The House of the Dead”. Vorerst ist “Resident Evil: Bio-Terror” exklusiv im Gaming-Park “Hub Zero” in Dubai spielbar, der im Sommer eröffnet. Dort kann man auf über 15.000 Quadratmetern und zwei Fluren die neusten Trends der Spielebranche ausprobieren.

Resident Evil VR nur in Dubai – wieso?

Capcoms Entscheidung, den ersten VR-Ableger der Resident-Evil-Reihe erstmal nur in Dubai auszustellen, klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich, ergibt aber durchaus Sinn. Das Medium ist noch neu und es existieren kaum Erfahrungswerte, was exzellente VR-Spiele von miserablen Versuchen unterscheidet. Gerade das Thema VR-Horror ist besonders sensibel. Die Nutzer sollen sich zwar fürchten und gruseln, aber nicht traumatisiert werden. Hier muss zuerst die richtige Dosis Furcht gefunden werden. An klassischen 2D-Spielen kann man sich dabei nicht orientieren, da sie komplett anders erlebt werden.

Bevor Capcom die beliebte Serie also mit einem miesen VR-Ableger verbrennt oder sich gar eine Klage wegen Körperverletzung einhandelt, dient der VR-Versuch in der Spielhalle als Feldstudie, um die Wirkung von Virtual Reality zu erforschen und das Spielerlebnis zu verbessern. Sollte sich “Resident Evil: Bio-Terror” von Anfang an als großer Hit erweisen, dürfte es nicht lange dauern, bis das Spiel auch außerhalb von Dubai verfügbar ist.

| Featured Image: Capcom