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Virtual Reality Sci-Fi-Horror aus Deutschland: SONAR für Oculus Rift, Gear-VR und Google Cardboard

von Matthias Bastian6. September 2015

Sonar ist ein VR-Kurzfilm der deutschen Filmstudenten Philipp Maas und Dominik Stockhausen, unterstützt von Alexander Maas für Musik und Sounddesign. Die erste Version des Films für Oculus Rift wurde bereits in 2014 im Rahmen eines Seminars an der Filmakademie Baden-Württemberg umgesetzt und veröffentlicht. Eine verbesserte Version für Samsung Gear-VR in stereoskopischem 3D und 60FPS ist seit wenigen Tagen hier als kostenloser Download erhältlich. Die Version für Oculus Rift ist unter dem gleichen Link erhältlich oder im Oculus-Share-Store und kann mit einem VR-Video-Player wie Whirligig abgespielt werden, der auch unter Windows 10 mit der neusten Oculus Runtime 7.0 läuft. Wer nur Google Cardboard daheim hat, kann Sonar auch über die YouTube-App in 360-Grad abspielen. Auch eine Version für Sonys VR-Brille Morpheus ist in Planung.

Ursprünglich sollte Sonar ein klassischer Sci-Fi-Kurzfilm werden. Als die Studenten allerdings Oculus Rift DK1 in die Finger bekamen, änderten sie den Plan spontan und aus Sonar wurde eine gut sechs Minuten lange Virtual-Reality-Experience. Dabei sitzt man in einer Art Drohne und erkundet ein unterirdisches Höhlensystem eines fremden Planeten. Umso tiefer man in die Höhlen vordringt, desto bedrohlicher wird die Atmosphäre. Schnell wird klar: Hier läuft was schief.

Interessant ist der filmische Ansatz: Die Macher kombinieren sowohl Perspektiven aus der dritten als auch aus der ersten Person. Mal sieht man die Drohne von außen, dann sitzt man wieder auf dem Fahrerstuhl. Insbesondere im Cockpit der Drohne ist das “Mittendrin-Gefühl” intensiv. Dabei fiel es zumindest mir nicht schwer, die Orientierung zu behalten. Das mag auch daran liegen, dass der gesamte Film in einem eher gemächlichen Tempo abläuft, was Motion-Sickness-Opfern entgegen kommen dürfte.

Entscheidungszwang in Virtual Reality: Was sehe ich – und was nicht?

Mich entscheiden zu müssen wohin ich schaue wird in in Virtual Reality zum Stilmittel: Da mein Blick nicht wie im klassischen Film vollständig durch einen Regisseur geführt wird, sondern ich selbst bestimmen kann, wann ich wohin schaue, bin ich in Szenen mit mehreren visuellen Reizen dazu gezwungen mich für eine Blickrichtung zu entscheiden. Das sorgt für zusätzliche Anspannung, denn ich weiß nicht, was gerade über mir passiert, während ich nach unten schaue oder umgekehrt. Wie im echten Leben versucht man instinktiv die Kontrolle und den Überblick über die Situation zu behalten und der Blick wandert schnell hin und her, anstatt nur starr auf die Mattscheibe gerichtet zu sein. Das sorgt für mehr Dynamik, fast schon Hektik, und steigert so die Intensität. Sonar bietet ein Filmerlebnis, das man so noch nicht kennt und von denen wir in Zukunft hoffentlich mehr sehen.

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| SOURCE: SONAR 360
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