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Virtual Reality: Sensics stellt robuste VR-Brille für Spielhallen her

von VRODO20. Dezember 2016

Virtual Reality ist teuer, nicht leicht einzurichten und braucht mitunter viel Platz. Daher wittern viele Unternehmen eine Chance, hochwertige VR-Erlebnisse in Spielhallen oder Kinos zu verkaufen. Sensics steuert für diesen Zweck eine eigens entwickelte VR-Brille bei.

Besonders in China schießen die VR-Arcades derzeit wie Pilze aus dem Boden. Es verwundert daher nicht, dass HTC den Markt für sich erschließen will und massiv in VR-Spielhallen investiert. Einerseits ist HTC ein taiwanesisches Unternehmen, das leichten Zugang zum chinesischen Markt hat, andererseits stellt es eine eigene VR-Brille her.

Auch Starbreeze fokussiert mit seiner VR-Brille namens StarVR den Markt für VR-Unterhaltung außer Haus und kooperiert dafür mit Imax. Die VR-Brille glänzt mit einem besonders weiten Sichtfeld und einer sehr hohen Auflösung, die Oculus Rift und HTC Vive in den Schatten stellt. Im Einzelverkauf wäre das Gerät viel zu teuer, für Spielhallenbetreiber kann sich die Investition womöglich lohnen.

Technisch nicht herausragend, aber robust gebaut

Mit herausragenden technischen Merkmalen kann Sensics’ neue VR-Brille nicht glänzen. Sensics ist Mitgründer der OSVR-Initiative und steuerte unter anderem das optische System und die Linsen für Razers VR-Brille Hacker Dev Kit 2 bei. Entsprechend setzt die neue Sensics-Brille auf das gleiche OLED-Display mit einer Auflösung von 2160×1200 bei 90 Hz. Das Sichtfeld liegt bei rund 100 Grad.

Dafür soll das Gerät besonders robst gebaut sein, um beim Dauereinsatz in der Spielhalle nicht zu verschleißen. Ein ausgeklügelter Tragemechanismus soll dafür sorgen, dass die VR-Brille schnell von einem Nutzer zum nächsten weitergegeben werden kann, ohne dass viele Einstellungen vorgenommen werden müssen. Dafür wurde der passive Haltegurt von der aktiven Vorderseite der Brille entkoppelt. Wenn man an der Reihe ist, muss man nur mehr das Display einfügen und kann in die Virtual Reality eintauchen.

Leap Motion statt Bewegungscontroller

An der Vorderseite ist eine Leap-Motion-Trackingkamera integriert, die Hand- und Fingerbewegungen recht präzise erkennt und in die 3D-Welt überträgt. Einen zusätzlichen 3D-Controller gibt es nicht. Das erlaubt Neulingen einen schnellen Einstieg in Virtual Reality, ohne dass zuvor ein neues Eingabegerät erklärt und gelernt werden muss. Der Verzicht auf einen 3D-Controller dürfte auch bedeuten, dass die VR-Brille nicht mit allen Spielen und Apps kompatibel sein wird, die man von Steam oder Oculus Home kennt.

Die Brille kostet in der Vorproduktion und für Testzwecke 2,160 Dollar pro Stück. Die Massenproduktion soll demnächst starten. Auf die neue Hardware setzt unter anderem das australische Spielhallenstartup Zero Latency.

| Featured Image: Sensics

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