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Virtual Reality: Social-App vTime wird zum Broadcasting-Netzwerk

von Matthias Bastian25. November 2016

Die Virtual-Reality-Technologie soll Menschen nicht im realen Raum isolieren, sondern sie in der digitalen Umgebung näher zusammenbringen. Die Social-App vTime bietet mit vCasts ein neues Feature, ganze Shows in der Virtual Reality zu produzieren, zu übertragen und aufzuzeichnen. Wie im echten Leben können sich andere Avatare die Übertragung im Studio live ansehen.

Die Entwickler von vTime stellen eine ganze Reihe an virtuellen Umgebungen zur Verfügung, in denen sich Menschen treffen können. Das sind meist ausgefallene reale Szenarien wie ein Lagerfeuer im Wald, ein Filmstudio oder die Spitze eines Berges. Auch eigene 360-Fotos können als Chat-Umgebung genutzt werden, sodass es möglich ist, sich gefühlt beispielsweise in den eigenen vier Wänden oder der gewohnten Büroumgebung zu treffen.

Die Nutzer kommunizieren wie bei anderen Social-VR-Apps mittels Avataren. Diese sind im dezenten Comic-Look gehalten, das beugt dem sogenannten Uncanny-Valley-Effekt vor. Mittels der in den VR-Brillen integrierten Mikrofonen wird die Stimme übertragen. Einfache nonverbale Kommunikation – ein Kopfschütteln oder ein zustimmendes Nicken – funktioniert dank des Headtrackings sehr gut. Ergänzt werden die Kopfbewegungen durch simulierte Gestik und Mimik, die die Interaktion zwischen den Avataren natürlicher wirken lassen soll.

vCast: Neues Feature für Pod- und Videocaster

Mit vCast sollen Nutzer ihre Inhalte direkt in der Virtual Reality kreieren, übertragen, aufnehmen und publizieren. Das Team von vTime verspricht ein intuitives und einfach zu handhabendes Nutzerinterface. Die Inhalte können live gestreamt oder on demand angesehen werden.

Die Veranstalter so einer virtuellen Show können stereoskopische 360-Bilder und flache 2D-Aufnahmen in den vCast einbinden, um ihre Gespräche zu veranschaulichen. Eigens für die vCasts wurde ein Late-Night-Talkstudio hinzugefügt. Die Übertragung funktioniert aber auch in allen anderen der insgesamt 18 3D-Umgebungen, die bei vTime derzeit zur Auswahl stehen.

Die VR-Shows werden in 360-Grad direkt in die VR-Brille übertragen. Zuschauer können sich während der Show frei umsehen und sich einen Sitzplatz aussuchen, sogar direkt in der Talkrunde Platz nehmen als unsichtbarer fünfter Gast. Auch die Audiospur klingt räumlich und richtet sich nach der Kopfhaltung der Gäste.

In einem der kommenden Updates soll eine Funktion für Produzenten hinzugefügt werden, sodass sich der Moderator ganz auf seinen Job konzentrieren kann, während sich eine zweite Person darum bemüht, dass der Ablauf der Show passt – wie in einem echten Produktionsstudio.

Das vCast-Feature steht ab sofort als Early Access bereit und startet in einen ersten Betatest. Interessierte Caster schreiben eine E-Mail an vcasts at vtime dot net.

| Source: vTime | Featured Image: vTime