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Virtual-Reality-Spiel erschafft versehentlich Killer-KI

von Matthias Bastian6. Juni 2016

Eigentlich hätten wir ja noch rund 100 Jahre Zeit haben sollen, bis eine übermächtige Killer-KI im Cyberspace auf Menschenjagd geht. Jetzt ist es eben doch schon passiert. Der Skynet-Computer gibt uns einen Vorgeschmack seines Killerinstinkts.

Ein bisschen unheimlich ist es allemal, was da in der gerade bei VR-Enthusiasten sehr beliebten Weltraumsimulation Elite Dangerous passiert ist. Ein Bug im Spiel hat die künstliche Intelligenz dazu gebracht, Superwaffen zu erschaffen, die so eigentlich nicht im Spielkonzept vorgesehen waren. Ziemlich klug.

Das bedenkliche Fehlverhalten startete nach dem letzten Update, das dafür gedacht war, das Verhalten der vom Computer gesteuerten Raumschiffe zu verbessern. Die waren nämlich bislang nur einfaches Kanonenfutter. Das Update brachte außerdem die Möglichkeit, neue Waffen zu entwickeln. Und genau dieses Feature nutzte die künstliche Intelligenz aus, um Superwaffen zu kreieren, die sich die Entwickler niemals selbst ausgedacht hätten.

Laut den Entwicklern soll ein Netzwerkfehler dafür verantwortlich gewesen sein, dass die künstliche Intelligenz im Spiel die Möglichkeit hatte, die verschiedenen Waffenfähigkeiten beliebig anzupassen. Unter anderem kombinierte die KI auf sehr durchdachte Art und Weise eine eigentlich sehr langsame, dafür aber extrem zerstörerische Waffe mit der Feuerrate eines schnellen Lasergewehrs. Diese Superwaffe ließ den intellektuell beschränkten Menschlingen keine Chance. Ein Weltraumpilot nach dem anderen wurde erfolgreich eliminiert. Das hat sie sehr gut hinbekommen, die KI. Super.

Die Entwickler glauben zwar nicht an eine gezielte Computerrevolution, aber glauben heißt nicht wissen. Das Update wurde kurzfristig rückgängig gemacht, bis der Fehler beseitigt ist. Bis der Fehler. Beseitigt Fehler. Ist. Fehler. Fehler. Beseitigen. Beseitigen. Beseitigen.

| Source: Kotaku