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Virtual-Reality-Spielhalle “The Void” auch in China

von Matthias Bastian4. Februar 2016

Bisher ist “The Void” zwar offiziell nicht einmal im Westen gestartet, trotzdem gibt es schon konkrete Pläne die VR-Spielhalle auch nach China zu bringen. Partner ist die Shanda Group, die sich bisher auf Online-Spiele konzentrierte, zukünftig aber einen größeren Fokus auf Virtual Reality legen will.

Das Konzept von “The Void” hat die chinesischen Investoren, die in naher Zukunft bis zu 350 Millionen US-Dollar in den Virtual-Reality-Markt pumpen wollen, offenbar überzeugt. Auch die Börsianer freuten sich, denn die Aktie der Shanda Group stieg unmittelbar nach der Ankündigung der neuen Partnerschaft um fast sechs Prozentpunkte an. Wo genau die VR-Spielhalle in China eröffnet wird, ist noch nicht bekannt. “Wir fangen an zu bauen, sobald wir vor Ort weitere Partner gefunden haben”, sagt Robert Chiu, Präsident von Shanda.

Die erste Void-Spielhalle überhaupt soll in diesem Sommer offiziell in Utah eröffnen; dort ist auch der Firmensitz des Start-Ups. Weitere Ableger sind anschließend für Australien und Europa geplant. Eine erste öffentliche Demonstration wird es im Rahmen einer Tedx-Konferenz Mitte Februar in Vancouver geben. Bis zu 1.500 Nutzer sollen die VR-Erfahrung ausprobieren, für die Entwickler ein erster Härtetest.

“The Void”: Maximale Immersion in Virtual Reality

In der VR-Spielhalle können Besucher virtuelle Abenteuer erleben, die sich auf einer Fläche in der Größe einer Lagerhalle abspielen. Die wichtigsten Bestandteile der VR-Erfahrung sind eine eigens entwickelte, hochwertige VR-Brille, die mit 2K pro Auge auflöst und ein besonders weites Sichtfeld hat, sowie ein komplexes Trackingsystem, das sowohl Personen als auch Objekte erkennt und in die virtuelle Umgebung überträgt.

Rapture, eine VR-Brille speziell für The Void

Rapture heißt die spezielle VR-Brille (eher VR-Helm) für “The Void”. Sie löst deutlich höher auf als VR-Brillen für den Heimgebrauch, hat ein eigenes Audiosystem samt Mikrofon und ein extra weites Sichtfeld von bis zu 180 Grad. Die VR-Brille ist in der Herstellung deutlich teurer als Rift und Co., die Produktion lohnt sich daher nur für die Spielhalle, nicht für den direkten Vertrieb an Endverbraucher. Der Rechner, der für den Betrieb der Brille notwendig ist, tragen Besucher in einem Rucksack. BILD: The Void

In der Halle werden reale Gegenstände so platziert, dass sie zur virtuellen Umgebung passen. Läuft man beispielsweise in Virtual Reality vor eine Wand, steht in der Realität ein entsprechendes Gegenstück. Findet man eine virtuelle Fackel auf dem Boden und will diese hochheben, liegt dort in der Realität ein passender Stock, der vom Trackingsystem erfasst und von der Software entzündet wird.

Zusätzlich tragen die Benutzer eine spezielle Weste, die Vibrationen überträgt – von einem leichten Kitzeln bis zu einem kräftigen Schlag soll so auch die physische Komponente glaubhaft simuliert werden. Sogar Umgebungsparameter wie Feuchtigkeit oder Hitze sind in Planung und sollen die VR-Erfahrung noch überzeugender machen. Auf die Art soll “The Void” deutlich hochwertigere und immersivere VR-Erfahrungen bieten als VR-Brillen für den Heimgebrauch wie Oculus Rift, Playstation VR oder HTC Vive.

Der große Vorteil des Systems: Es ist sehr flexibel und kann permanent verändert werden, um laufend neue Erfahrungen anzubieten. Ähnlich wie man regelmäßig ins Kino geht, um einen neuen Film anzuschauen, könnte man zukünftig wiederholt “The Void” besuchen, um die neuste VR-Erfahrung auszuprobieren. Geplant sind eine Reihe von virtuellen Erlebnissen, beispielsweise in einem Sci-Fi- oder Fantasie-Setting, das Angebot soll im Laufe der Zeit ausgebaut werden. Einige Eindrücke des aktuellen Prototypen gibt es im Video von Tech Insider.

| SOURCE: China Daily USA
| FEATURED IMAGE: The Void