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Virtual Reality: Survios bringt “Raw Data” in die Spielhallen

von Tomislav Bezmalinovic18. Januar 2017

In einer Zeit, in der Entwickler klagen, dass sie mit VR-Spielen kein Geld verdienen können, sticht ein Entwickler wie Survios besonders hervor. Das Studio meldete im September, dass es mit “Raw Data” innerhalb eines Monats mehr als eine Million US-Dollar umgesetzt habe. Nun will das Studio weitere Geldquellen erschließen und bringt sein Spiel in einer angepassten Version für VR-Spielhallen heraus.

“Raw Data Arcade” soll simplifizierte Spielemenüs, neue Spielmodi für Hardcore- und Gelegenheitsspieler, verbesserte Ladezeiten, schnelleres Mehrspieler-Matchmaking, ein Timer für Spielsitzungen und besondere Wartungstools für Betreiber von Spielhallen bieten. Survios unterstützt Lizenznehmer zudem bei technischen Fragen und bei der Vermarktung.

Survios soll die Arcade-Version bereits weltweit in 30 Spielhallen erfolgreich getestet haben. Der CEO von Survios, Nathan Burba, schreibt in einer Pressemitteilung: “Wir erwarten, dass VR-Spielhallen von Asien über Europa bis Nordamerika Teil der Entwicklung von Virtual Reality werden, weil sie eine großartige Möglichkeit bieten, die Technologie auszuprobieren, bevor sie sich in den Haushalten durchsetzt.”

Spielhallenbetreiber können hier ihr Interesse an einer Lizenz anmelden. Diese fällt mit 75 US-Dollar im Monat und pro Installation erstaunlich gering aus. Die vor kurzem eröffnete, erste IMAX-Spielhalle von IMAX führt Raw Data bereits in ihrem Angebot.

Survios könnte zu einem bedeutenden Studio werden

Im Dezember steckten eine Reihe von Investoren 50 Millionen US-Dollar in Survios, in der Hoffnung, dass es sich zu einer der bedeutendsten VR-Spieleschmieden entwickeln könnte. Den Löwenanteil der Summe steuerte die Filmproduktionsgesellschaft MGM bei. Einem Gründer von Survios zufolge, könnte das Studio in Zukunft auf Marken von MGM zurückgreifen. Das im Jahre 1924 gegründete Filmstudio, hält die Rechte an James Bond. Die Hobbit-Trilogie wurden ebenfalls von MGM produziert.

Derzeit ist es vor allem HTC, das massiv in Spielhallen investiert. Das taiwanesische Unternehmen hat eine Initiative namens “Viveport Arcade” gestartet, die Betreibern von Spielhallen die Lizenzierung von VR-Inhalten erleichtert. Außerdem soll HTC in China bereits mehr als 1.000 VR-Spielhallen in China mit Vive-Systemen ausgerüstet haben. Eine weltweite Expansion ist angedacht, falls das Konzept aufgeht.


| Featured Image: Survios | Via: Venturebeat

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